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Absage für Neumarkt: Flüchtlingsboot soll im Hafen anlegen

Projekt der Outlaw Stiftung in Dresden Absage für Neumarkt: Flüchtlingsboot soll im Hafen anlegen

Erst sollte das Projekt zu Flucht und Migration der Outlaw Stiftung auf dem Neumarkt Station machen. Jetzt prüft die Stadt zwei andere Standorte: den Neustädter und den Pieschener Hafen. Outlaw plant ein umfangreiches Begleitprogramm mit Podiumsdiskussionen und kulturellen Beiträgen.

Die „Al-hadj Djumaa“ kommt nach Dresden, aber nicht auf den Neumarkt.
 

Quelle: Outlaw Stiftung

Dresden. Vom 19. bis 21. September macht Outlaw.die Stiftung mit ihrem Projekt „Mit Sicherheit gut ankommen“ in Dresden Station. Bei dem sozial-kulturellen Projekt zum Thema Flucht und Migration präsentiert die Stiftung das Flüchtlingsschiff „Al-hadj Djumaa“, das 2013 vor Lampedusa von der italienischen Küstenwache beschlagnahmt worden war. An Bord des kleinen Fischerbootes befanden sich 217 Menschen aus Eritrea und 65 Äthiopier. Jetzt befinden sich Skulpturen des dänischen Bildhauers Jens Galschiøt auf dem Schiff, die als Gesamtkunstwerk installiert sind und auf die überterritoriale Bedeutung der Themen Flucht und Migration hinweisen sollen.

Mit dem Projekt will Outlaw.die Stiftung auf die Situation der Asylbewerber vor, während und nach ihrer Flucht aufmerksam machen, heißt es in einer Erklärung. Ursprünglich war der Neumarkt als Veranstaltungsort im Gespräch. Wie ein Stadtsprecher jetzt auf DNN-Anfrage mitteilte, laufen aber die Abstimmungen für zwei andere, weniger zentrale Plätze: Es würden sowohl der Neustädter als auch der Pieschener Hafen auf ihre Machbarkeit für das Projekt und die dazu gehörenden Veranstaltungen geprüft, hieß es aus dem Rathaus.

„Wir werden den Standort mitteilen, wenn wir die Genehmigung in der Tasche haben“, kündigte Tobias Heinemann gegenüber DNN an, der das Projekt in Dresden vorbereitet. Man wolle weniger über den Veranstaltungsort als vielmehr über den Inhalt des Projektes ins Gespräch kommen. „Wir wollen eine Podiumsdiskussion mit Politikern und vielfältige künstlerische Beiträge organisieren. 80 Prozent des Programms sind fertig“, so der Stiftungs-Mitarbeiter. Auch Initiativen aus der Flüchtlingshilfe würden sich vorstellen. Es solle über Fluchtursachen gesprochen werden, die Fluchtrouten würden aufgezeigt. In wenigen Tagen werde Outlaw.die Stiftung das Programm der Öffentlichkeit vorstellen.

Gegenwärtig befindet sich das Flüchtlingsschiff auf dem Weg in Richtung Münster. Am Mittwoch, dem 23. August wird die Al-hadj Djumaa um 11 Uhr im Stadthafen von Münster begrüßt. Weitere Stationen sind unter anderem das Ruhrgebiet, Osnabrück, Celle und Hannover. Über Wolfsburg, Magdeburg und Halle kommt das Projekt nach Dresden. „Wir freuen uns über zahlreiche Dresdnerinnen und Dresdner und deren Gäste die uns am Schiff besuchen.“ sagt Tobias Heinemann im Gespräch. „Das Schiff und seine Passagiere sind ein Hingucker und regen auf jeden Fall zum Nachdenken an.“

Thomas Baumann-Hartwig

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„Mit Sicherheit gut ankommen“
Auf einem Anhänger kam die „Al-Hadj Djumaa“ nach Dresden. Für eine Reise übers Wasser ist der Wasserstand zu niedrig.

Es gebe Menschen, die kämen von Bord und hätten Tränen in den Augen. Andere würden sich sagen: „Ich muss jetzt unbedingt etwas tun!“ Kalt lasse die sozio-kulturelle Intervention keinen, sagt Projektmitarbeiter Tobias Heinemann. Am Dienstagmittag  wird das Projekt „Mit Sicherheit gut ankommen“ im Neustädter Hafen eröffnet.

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