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Lokales Absage bei Sanierung des Sachsenbades in Dresden-Pieschen: "Da haben wir eigentlich nichts"
Dresden Lokales Absage bei Sanierung des Sachsenbades in Dresden-Pieschen: "Da haben wir eigentlich nichts"
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17:37 09.09.2015
Die Ruine des Sachsenbades. Quelle: Sebastian Kahnert

"Da haben wir eigentlich nichts", gab er auf einer Bürgerversammlung am Mittwochnachmittag unumwunden zu. Dabei war das marode Bad an der Wurzener Straße für viele der Teilnehmer ein entscheidender Punkt. Sie wendeten zum Beispiel ein, dass viele Trachauer Senioren und Pieschener Schüler ideale Nutzer seien. aktuell würden die Schüler des Stadtteils für viel Geld zum Schwimmunterricht ins Bad nach Klotzsche gefahren.

 

Laut Marx gebe es für das Areal keine Nutzungsperspektive, so dass sich die Stadt auf die Sicherung des Bauwerks beschränke. Zweistellige Millioneninvestitionen seien nötig, zudem ist unklar, ob das Bad auch im Inneren denkmalschutzrechtlich saniert werden müsste, oder ob in den vorhandenen bau ein modernes Bad installiert werden könnte. Marx bezweifelte dies am Mittwoch. Er bezweifelte auch, dass die bei einer Sanierung freiwerdenden Nebenflächen dazu führen würden, das Bad wirtschaftlich zu machen. Eine Stesad-Studie von 2010 hatte das noch ergeben.  

Marx versprach, die Anwohner-Wünsche nach einer Reaktivierung des Bades "mitzunehmen", meinte aber auch, dass dem Sachsenbad eine politische Willensbekundung seitens der Dresdner Stadträte fehle. Nur wenn der Stadtrat bereit sei, viel Geld zu investieren, könne die Verwaltung das Projekt angehen. Fördermittel seien nicht in Sicht.

Stephan Lohse

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