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Lokales ADFC streitet mit Stadt: Wie breit sind die Radwege der Albertbrücke?
Dresden Lokales ADFC streitet mit Stadt: Wie breit sind die Radwege der Albertbrücke?
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16:49 04.09.2016
Nach Messung der Stadt ist der Radweg breit genug.  Quelle: Stadt Dresden
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Dresden

 Kurz vor der Eröffnung der Albertbrücke am Montagmorgen gibt es den nächsten Streit um das Bauwerk. Dem Allgemeinen deutschen Fahrradclub (ADFC) sind die Radwege auf der Brücke zu schmal. Statt der geplanten 2,10 Meter hätten die Fahrradlobbyisten teilweise nur 2,01 Meter gemessen. Zusammen mit dem Sicherheitsabstand zu den vorbeifahrenden Autos, der auf der Brücke als „Schutzstreifen“ dargestellt ist, bliebe dem Radverkehr so nur 1,50 Meter pro Richtung.

Das will die Stadtverwaltung jedoch nicht auf sich sitzen lassen. „Die Radwege auf der Albertbrücke wurden ordnungsgemäß gebaut“, stellt Gunther Hentschelmann, stellvertretender Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, klar.

Schnell zeigt sich: Beide Parteien messen unterschiedlich. Während der ADFC den reinen Radweg misst, berücksichtigt die Verwaltung auch den Bordstein. „Da Kraftfahrzeuge maximal entlang der Bordsteinkante fahren können, ist diese für die Bemaßung zugrunde zu legen“, heißt es. „Beim Nachmessen des ADFC wurde dies offensichtlich nicht beachtet. Dieses Missverständnis hätte einfach aufgeklärt werden können, wenn sich der ADFC bei einem Projektverantwortlichen der Stadt gemeldet und die Messung gemeinsam in dessen Anwesenheit vorgenommen hätte“, so Hentschelmann weiter. Zudem stellt er fest, dass selbst ein Radweg von 1,50 Metern Breite ausreichend ist.

In jedem Fall: Für Fahrradfahrer wird sich die Situation auf der Brücke im Vergleich zu 2011 vor der Sanierung deutlich verbessern. Damals gab es nämlich gar keinen Radweg. Nun wurde der ehemalige Fußweg von 3,30 auf 4,10 Meter verbreitert. Davon erhalten die Radfahrer mehr als die Hälfte des Platzes.

Nachtrag: Am Sonntag meldete sich der ADFC noch einmal und gab seinen Fehler zu. Man habe falsch gemessen. "Dieser Fauxpas ist für uns peinlich, wir entschuldigen uns dafür!" sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden.

Von S. Lohse

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