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Lokales ADFC: Pförtnerampeln sollen Autos vom Blauen Wunder vergraulen
Dresden Lokales ADFC: Pförtnerampeln sollen Autos vom Blauen Wunder vergraulen
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18:18 28.03.2018
Das Blaue Wunder bleibt bis 2030 eine Baustelle.   Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

 Die Dresdner Sparte der Radlerinteressenvertretung ADFC schlägt sogenannte Pförtnerampeln am Blauen Wunder vor. „Damit würde der Autoverkehr auf dem Blauen Wunder auf das wirklich notwendige Maß reduziert“, sagt der Dresdener ADFC-Vorstand Nils Larsen über die an der Bautzner Landstraße Ecke Schillerstraße und Grundstraße vorgeschlagenen Ampeln. Ein großer Teil der derzeit übers Blaue Wunder rollenden Autos könne über die Waldschlößchenbrücke geführt werden. „Schließlich war die Entlastung des Blauen Wunders überhaupt eines der Hauptargumente für den Bau der neuen Brücke im Elbtal“, meint Larsen.

Der ADFC-Vorstand reagiert damit auf die Ankündigung der Stadtverwaltung, im nächsten Jahr baubedingt eine Fahrspur auf dem Blauen Wunder über 20 Wochen sperren zu müssen. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) sprach deswegen von einen „erzwungenen Verkehrsversuch“, wird doch derzeit ein Antrag der Stadtratsgrünen heiß diskutiert, ob sich auf der Loschwitzer Brücke eine der drei Fahrspuren abmarkieren und für Radlerspuren opfern lässt. Von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebenen Berechnungen zufolge dürfte das bei der derzeitigen Gestaltung des Schillerplatzes und der aktuellen Verkehrsbelastung zu einem Chaos führen.

Larsen geht sogar davon aus, dass im nächsten Jahr noch mehr Autofahrer ihren Weg übers Blaue Wunder suchen werden. Grund seien auf dem Elberadweg geplante Sanierungsarbeiten, die unter Vollsperrung des Radwanderwegs erledigt werden. Im Frühjahr solle ein erster Abschnitt des Körnerweges saniert werden, nach dem Elbhangfest der Wiesenweg von Altwachwitz bis Loschwitz. Nicht wenige, die dort bisher mit dem Rad gefahren seien, würden die gefährliche Route über die Brücke meiden und stattdessen auf das Auto umsteigen. Der drohenden Staufalle abhelfen könnten allein funktionierende Radwege.

Dafür müssten allerdings die Autos weichen. Um 8000 Fahrzeuge pro Tag habe der tägliche Autoverkehr auf der Brücke zwischen 2001 und 2017 bereits abgenommen, ein Rückgang um 21,7 Prozent, rechnet Larsen vor. Weitere Entlastung könnten die Pförtnerampeln schaffen, die nur eine bestimmte Anzahl an Fahrzeugen passieren lassen, sodass für den Durchgangsverkehr ein Ausweichen auf die Waldschlößchenbrücke attraktiver wäre. Deren Auslastung liege aktuell mehr als 10 000 Autos unter der Verkehrsleistung von 48 000 Autos pro Tag, für die sie gebaut wurde. Der Verkehr auf dem Blauen Wunder ließe sich so auch mit zwei Fahrspuren organisieren, ausreichend Platz für Radfahrstreifen wäre gewonnen, so der ADFC-Vorstand.

Der Fußweg ist fertig, doch die Arbeiten fangen gerade erst an. In den kommenden Jahren wird das Blaue Wunder nach und nach saniert. Unser Fotograf hat sich den Ist-Zustand angesehen.

Von uh

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