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Lokales 91 000 Euro Förderung für Beratungsprojekt
Dresden Lokales 91 000 Euro Förderung für Beratungsprojekt
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13:25 12.08.2017
Petra Köpping (SPD), sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration übergab die Mittel aus dem Förderprogramm „Integrative Maßnahmen“ an Vorstand Andreas Eichhorst sowie Projektleiterin Ricarda Husar. Quelle: Gerrit Menk
Dresden

Für ein Projekt, das Geflüchtete und Migranten besser mit den Rechtslagen in verschiedenen Sachgebieten vertraut machen soll, bekam die Verbraucherzentrale Sachsen am Freitag Fördergelder in Höhe von 91 000 Euro überreicht. Petra Köpping (SPD), sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration übergab die Mittel aus dem Förderprogramm „Integrative Maßnahmen“ an Vorstand Andreas Eichhorst sowie Projektleiterin Ricarda Husar.

„Integration geschieht nicht von heute auf morgen und muss in kleinen Schritten vorangetrieben werden“, sagte Eichhorst und zeigte sich sichtlich erfreut über die finanzielle Förderung des Projekts „Wir sind für alle da!“. Dieses richte sich gezielt, aber nicht ausschließlich an Migranten und Flüchtlinge. „Selbstverständlich wollen wir uns auch mit dieser Hilfestellung nicht nur ein eine Gesellschaftsgruppe wenden.“

„Wir informieren und helfen bei Fragen rund um Themen wie Recht, Finanzierung oder Energie“, erläutert Husar. Sachverhalte wie Vertragskündigungen, Abschlagszahlungen bei Betriebskosten oder Mahnungen seien von land zu Land unterschiedlich. Wenn dann noch die sprachliche Barriere dazukommt, könne es für Menschen, die noch nicht so lange in Deutschland leben, schnell zu Kostenfallen kommen. „Wir arbeiten zudem mit Migrationsvereinen und Bildungsträgern zusammen, organisieren verschiedene Workshops“, erklärt Husar weiter.

„Viele Wissen nicht genau über die Systeme in Deutschland Bescheid, beispielsweise wenn es um Verwaltung oder Bildung geht“, weiß Integrationsministerin Köpping. „Selbst für Deutsche ist es oft schwierig, sich da zurechtzufinden. Daraus resultiert oft die Gefahr, wirtschaftliche Fehlentscheidungen zu treffen, deren Ausmaß nicht abzusehen ist.“ Das Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz unterstütze gerne solch sinnvolle Projekte. „Gerade für geflüchtete Menschen, denen nur ein geringes Budget zur Verfügung steht, kann eine Beratung zur wirtschaftlichen Nachhaltigkeit sehr wertvoll sein.“

Von Gerrit Menk

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