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Lokales 81. Grundschule „Robert Weber“ Dresden bekommt Erlweinpreis 2016
Dresden Lokales 81. Grundschule „Robert Weber“ Dresden bekommt Erlweinpreis 2016
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19:02 04.10.2016
81. Grundschule „Robert Weber“. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Den Erlweinpreis 2016 bekommt diesmal ein Schulbau, die 81. Grundschule „Robert Weber“ in Dölzschen. Das denkmalgeschützte Gebäude im Eigentum der Landeshauptstadt ist zwischen 2013 und 2015 umfassend saniert und erweitert worden und hat auch eine neue Sporthalle erhalten. Wie die damit beauftragten Architekten – die ARGE Rieger Architektur GbR und ASD Architektur und Ingenieurbüro, Dresden – die Bauaufgabe lösten, überzeugte die Jury unter Leitung der Stuttgarter Architektin Elke Reichel. Auf dem Gelände an der Robert-Weber-Straße 5 sei ein „gelungenes Beispiel für die Verflechtung historischer Bausubstanz mit einem modernen Erweiterungsbau“ entstanden, heißt es in der Begründung. Das Projekt zeige, wie das Verständnis von Schule um 1900 mit den heutigen Vorstellungen und aktuellen Lernkonzepten auch im Architektonischen verbunden werden kann.

Der Erlweinpreis, den die Landeshauptstadt Dresden aller vier Jahre auslobt, ist mit 10 000 Euro dotiert. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) wird ihn am 4. November in einem feierlichen Rahmen verleihen. Besondere Anerkennungen erhalten drei weitere Bauprojekte: die als Theater genutzte, umgebaute und sanierte St. Pauli Kirchruine am Königsbrücker Platz, die sanierte 6. Grundschule „Am Großen Garten“, Fetscherstraße 2, und ein neu errichtetes Mehrfamilienhaus an der Hospitalstraße 17.

Insgesamt bewarben sich 19 Projekte für den Erlweinpreis 2016. Eingereicht werden konnten Bauten, die auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Dresden entstanden. Sie mussten zwischen dem 1. Januar 2012 und dem 31. Dezember 2015 entstanden sein. Ein Vorschlag konnte aufgrund einer späteren Fertigstellung nicht mit berücksichtigt werden, so dass die Jury 18 Bauten begutachtete. Das Gremium besteht aus den Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr sowie Kultur und Tourismus, Vertretern des Stadtrates, der Fakultät Architektur der TU Dresden, der Architektenkammer Sachsen, der Ingenieurkammer Sachsen, des Bundes Deutscher Architekten Sachsen und der Sächsischen Akademie der Künste, Klasse Baukunst.

Der Erlweinpreis wird in diesem Jahr bereits zum siebenten Mal vergeben. Zuletzt erhielt ihn 2012 die Dresdner Architektengemeinschaft Falk Schubert und Matthias Horst mit dem Projektpartner Roland Lehnen für das Haus der Stille im Krankenhaus-Areal Dresden-Friedrichstadt, Friedrichstraße 41. Damals gab es rund 30 Bewerbungen.

Die Landeshauptstadt Dresden erinnert mit ihrem Architekturpreis an Hans Jacob Erlwein. Als Dresdner Stadtbaurat hat er in seiner Wirkungszeit von 1904 bis 1914 zahlreiche Bauten entworfen und errichtet, mit denen er Maßstäbe innerhalb eines sensiblen Stadtgefüges setzte. In Würdigung seiner Verdienste vergibt die Landeshauptstadt Dresden seit dem 125. Geburtstag Erlweins im Jahre 1997 den Erlweinpreis, bis 2001 aller zwei Jahre und aktuell aller vier Jahre.

Der „Erlweinpreis“ besteht aus einer Urkunde und einem Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro für die Architekten oder die Ingenieure sowie einer Urkunde und einer Plakette für den Bauherren. Die „Besondere Anerkennung der Jury“ besteht aus je einer Urkunde ohne Dotierung für den Architekten oder den Ingenieur und den Bauherren.

www.dresden.de/erlweinpreis

Von Katrin Richter

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