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711 Flüchtlinge finden keine Wohnung

Wohnungsmangel in Dresden 711 Flüchtlinge finden keine Wohnung

Anerkannte Flüchtlinge und Asylberechtigte haben Anspruch auf eine Wohnung. Doch in Dresden ist Wohnraum knapp, besonders kleine und große Wohnungen fehlen. 711 Asylberechtigte waren zum Stichtag 31. Mai als wohnungslos gemeldet.

Ist das Asylverfahren mit einem Bleibestatus abgeschlossen, hat der Betroffene Anspruch auf eine Wohnung.

Quelle: picture alliance / Geisler-Fotop

Dresden. In Dresden sind 711 anerkannte Flüchtlinge als wohnungslos registriert. Das teilte der Erste Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) jetzt auf Anfrage des Piraten-Stadtrats Martin Schulte-Wissermann (Fraktion Die Linke) mit. Das sind diejenigen Personen, die zwar Anspruch auf eine eigene Wohnung haben, aber von der Stadt in Wohnheimen und Gewährleistungswohnungen untergebracht werden müssen, weil sie nichts auf dem Wohnungsmarkt finden. In Dresden gibt es besonders bei günstigen kleinen und großen Wohnungen Engpässe. Viele Asylberechtigte leben aber allein oder haben eine große Familie.

Asylbewerber werden durch die Stadt untergebracht. Sobald das Asylverfahren abgeschlossen ist und die Betroffenen einen Bleibestatus haben, haben sie einen Anspruch auf Wohnraum und Hartz-IV-Leistungen. Die Stadt erstattet Asylberechtigten die Miete nach den Regelsätzen der Kosten der Unterkunft für Hartz-IV-Empfänger, so dass diese sich Wohnungen im unteren Preissegment suchen müssen. Dabei gehen offenbar immer mehr Berechtigte leer aus und verbleiben in Wohnheimen oder Wohnungen, die sie mit mehreren anderen Personen teilen müssen.

Die Stadt hat auch 316 einheimische Personen als wohnungslos erfasst, die in Wohnheimen und Gewährleistungswohnungen untergebracht sind. Die Dunkelziffer bei obdachlosen Personen liegt aber höher, wie Sittel mitteilte. „Die Zahl der wohnungslosen Menschen, die bei Freunden oder Bekannten unterkommen oder gar keine Unterkunft haben, kann statistisch nicht erfasst werden, da dieser Personenkreis in der Regel nicht im Sozialamt vorstellig wird.“

Gegenwärtig liegen der Stadt noch keine Angaben zu den Ursachen von Obdachlosigkeit vor. Künftig sollen mit einer neuen Statistikplattform auch die Gründe dafür erfasst werden, warum eine Person nicht über eigenen Wohnraum verfügen kann, kündigte Sittel an.

In Dresden gibt es zwei von der Stadt geförderte Kontakt- und Beratungsstellen für wohnungslose Menschen, die vom Diakonischen Werk – Stadtmission Dresden und der Gemeinnützigen Gesellschaft Striesen Pentacon betrieben werden. Weitere Hilfsprojekte widmen sich wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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