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Lokales 700 Kilo Hasch und Marihuana – wo sind sie geblieben?
Dresden Lokales 700 Kilo Hasch und Marihuana – wo sind sie geblieben?
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20:59 30.08.2017
Quelle: dpa
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Dresden

Die Mühlen der Justiz mahlen langsam aber stetig, sagt ein Sprichwort. Gabi H. kann dies sicher bestätigen. Fast fünf Jahren wartete die 31-Jährige auf ihre Verhandlung. Nun steht sie nun wegen Beihilfe zum Drogenhandel vor dem Landgericht. Sie soll ihrem Freund Lars G. und dessen Kumpel Robert M. geholfen haben, kiloweise Haschisch und Marihuana unter die Leute zu bringen. Die Männer waren 2012 zu langen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Da Gabi H. damals schwanger und nicht verhandlungsfähig war, wurde ihr Verfahren abgetrennt, seitdem wartet sie auf ihren Prozess.

Ein Rückblick: Lars G. und Robert M. hatten zwischen Oktober 2011 und 2012 einen florierenden Handel mit Haschisch und Marihuana aufgezogen. Robert M. holte das Zeug von einem Kontaktmann in Berlin, Lars G. verkaufte es dann in seiner Dresdner Wohnung oder seinem Spätshop auf der Kesselsdorfer Straße an Zwischenhändler. Die Dealer gerieten ins Visier der Ermittler. Im Oktober 2011 wurde Robert M. mit 21 Kilogramm Haschisch und zwei Kilo Marihuana von der Polizei auf einem Parkplatz an der A 13 hochgenommen. Zwei Monate später stürmten die Beamten den Spätshop und die Wohnung von Lars G. und fanden neben weiteren Drogen auch einen Elektroschocker, eine Schreckschusspistole und illegale Sprengkörper. Lars G. wurde zu sieben Jahren und vier Monaten und Robert M. zu fünf Jahren verurteilt. Es ging um 60 Kilogramm, einschließlich der Drogen, die bei der Verhaftung sichergestellt wurden.

Angeklagt waren damals aber wesentlich mehr Taten – die Staatsanwaltschaft war von circa 700 Kilogramm Drogen ausgegangen, die den Besitzer gewechselt haben sollen. Allein die größte Lieferung im Mai 2011 habe, so die Anklage, 200 Kilogramm Haschisch und 40 Kilogramm Marihuana umfasst. Die Angeklagten wiesen dies zurück und konkret konnte man es ihnen nicht nachweisen. Man hatte da wohl sehr hoch gerechnet. Rein rechnerisch hätten die Angeklagten mehrere Hunderttausend Euro Gewinn gemacht haben müssen. Sie gaben aber beide an, verschuldet zu sein. Es war eine sehr schwierige Verhandlung.

Der Prozess gegen Gabi H. scheint nicht einfacher zu werden, denn in der Anklage tauchen wieder die 700 Kilogramm Drogen auf. Da gibt es noch viel Klärungsbedarf. Zumal die Männer damals ausgesagt hatten, dass Gabi H. an dem Handel nicht beteiligt gewesen war.

Von Monika Löffler

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