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Lokales 700 Jugendliche pilgern nach Rom
Dresden Lokales 700 Jugendliche pilgern nach Rom
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16:00 28.07.2018
Severin und Helene von der St. Josef-Gemeinde in Pieschen fahren zum ersten Mal nach Rom. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Langsam steigt die Aufregung bei Helene und Severin aus Dresden. Zusammen mit rund 700 anderen jungen Ministranten aus dem Bistum Dresden-Meißen machen sich die 13-Jährigen am Sonntag auf den Weg nach Rom, um mit anderen Ministranten aus aller Welt und Papst Franziskus ein großes Glaubensfest auf dem Petersplatz im Vatikan zu feiern. Begleitet werden die jungen Messdiener ab 13 Jahren aus Dresden und der Region dabei von Bischof Heinrich Timmerevers und vielen Betreuern.

Insgesamt 70 000 Ministranten aus 18 verschiedenen Ländern werden in der kommenden Woche in Rom erwartet. Seit über zwei Jahren dauert die Organisation der 12. Ministrantenwallfahrt bereits an, schließlich brauchen die Jugendlichen alle einen Schlafplatz in der „Ewigen Stadt“. „Wir haben Glück“, erzählt Helene. Denn die beiden Ministranten aus der Gemeinde der Pieschener St. Josef-Kirche werden in einer Unterkunft nahe dem Zentrum wohnen. Bis zu einem Umkreis von rund 30 Kilometern haben die Jugendlichen alle verfügbaren Budget-Unterkünften gebucht

Bei der einwöchigen Wallfahrt, die alle vier Jahre angeboten wird, steht natürlich der Glaube im Vordergrund. Gemeinsame Morgen- und Abendgebete sowie Messen in den besonderen Kirchen Roms sind geplant. Severin und Helene sind gespannt, den Papst in seinem Papamobil zu erleben. Falls sie Dienstag beim gemeinsamen Gottesdienst mit Papst Franziskus die Chance haben werden, dem Pontifex persönlich zu begegnen, müssen sie improvisieren: „Ich glaube mir würde in dem Moment keine Frage einfallen“, sagt Severin.

In Rom waren die beiden noch nicht, daher werden sie die Freizeit nutzen, um die Metropole zu erkunden und Fotos zu schießen. „Besonders die engen Gässchen stelle ich mir schön vor“, freut sich Helene. Mit der erstmals speziell für die Wallfahrt entwickelten App „goRome!!" haben sie schon ein paar italienische Wörter gelernt. „Gelato“ ist bestimmt das wichtigste, weiß Severin. Nicht nur in Dresden hat Eis in der aktuellen Sommerhitze Potenzial zum Grundnahrungsmittel zu avancieren.

Mit im Gepäck haben die beiden eine große weiße Fahne, die im Laufe der Woche zusammen mit den anderen Ministranten aus aller Welt gestaltet wird. Jeder hat zudem ein Armband mit verschiedenen Stickern, um sie untereinander zu tauschen und so in Kontakt zu kommen. Doch erstmal wartet am Sonntag eine lange Busfahrt auf sie: 1376 Kilometer von Dresden bis nach Rom.

Von Tomke Giedigkeit

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