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Lokales 65-Jährige entdeckt Drei-Kilo-Tumor - Operation an der Dresdner Uniklinik war erfolgreich
Dresden Lokales 65-Jährige entdeckt Drei-Kilo-Tumor - Operation an der Dresdner Uniklinik war erfolgreich
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14:35 14.09.2015
Martina Hintze wurde von Prof. Pauline Wimberger (r.) operiert. Quelle: Uniklinikum

Als ihre Figur schließlich immer mehr der einer Schwangeren glich, entschied sich die 65-Jährige den Arzt aufzusuchen. Was die Ärzte dann bei einem Ultraschall entdeckten, konnte die Erschlankte kaum glauben: In ihrem Eierstock wuchs ein 33 Zentimeter langer und 20 Zentimeter breiter Tumor. Martina Hintze hatte außer der Zunahme des Bauchumfangs jedoch keine Beschwerden. Das knapp drei Kilogramm schwere Geschwür wurde bei einer Operation in der Frauenklinik des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus entfernt.

"Der Tumor befand sich trotz seiner beachtlichen Größe in einem frühen Stadium, sodass sich noch keine Metastasen gebildet haben", erklärt Prof. Pauline Wimberger, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde am Uniklinikum, die Martina Hintze operierte. Bei einem Großteil der Patientinnen mit Eierstockkrebs werde die Krankheit erst deutlich später diagnostiziert, da die Tumore erst im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf Beschwerden hervorrufen. "In vielen Fällen hat der Krebs dann bereits im gesamten Bauchraum gestreut", so Prof. Wimberger.

Nachdem Martina Hintze die Eierstöcke, Eileiter, Gebärmutter und das große Netz entfernt wurden, konnte sie die Klinik nach wenigen Tagen wieder verlassen. Wenn sich in den Lymphknoten des Beckens und entlang der Hauptschlagader kein Befall zeigt, dann kann auf eine anschließende Chemotherapie verzichtet werden. Die Aussichten auf eine vollständige Heilung der 65-Jährigen sind außergewöhnlich gut. "Frau Hintze hat großes Glück gehabt, dass ihr Tumor nach dem Abnehmen entdeckt wurde", sagt Prof. Wimberger. Gerade bei übergewichtigen Frauen bestehe das Risiko, dass heimtückische Krebsarten übersehen werden, da im frühen Stadium keine Beschwerden auftreten. Die Expertin rät, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt wahrzunehmen, um dadurch die Chance auf eine Früherkennung und rechtzeitige Behandlung zu wahren.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.09.2015

Juliane Just

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