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Lokales 60.000 Gäste beim Elbhangfest 2013 - Dresdner feiern ausgelassen
Dresden Lokales 60.000 Gäste beim Elbhangfest 2013 - Dresdner feiern ausgelassen
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18:05 09.09.2015
Strohhüte zählen zur Grundausstattung vieler Elbhangfest-Besucher. Quelle: Tanja Tröger
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Vielleicht sollte sich das Elbhangfest im nächsten Jahr dem römischen Wasser- und Wettergott Neptun widmen. Nach dem Hochwasser-Schreck der vergangenen Woche hat dieser sein Manöver gerade noch so rechtzeitig abgebrochen, dass die Fähren wieder die Elbe queren durften. Insofern war die Erleichterung von Jorinde Unger, der jungen Geschäftsführerin des Elbhangfestes quasi spürbar, als sie Resümee zog. „Angesichts der erschwerten Bedingungen können wir sehr zufrieden sein“, erklärte die 22-Jährige. Nach einem schleppendem Vorverkauf wegen des Hochwassers seien die Gäste seit Freitag in Scharen geströmt. „Wir hoffen wie im Vorjahr auf 60.000 Besucher“, sagte Unger.

Anwohner und Organisatoren ließen sich weder von der Juni-Flut noch vom Hochwasser der vergangenen Tage beeindrucken. Zwar mussten einige Veranstaltungen verlegt oder abgesagt werden, etwa das beliebte Drachenbootrennen. Aber ansonsten wurde unter dem Motto "Mein lieber Schwan" musiziert, getanzt, geschlemmt, getrunken und gehandelt, was das Zeug hält.

Kabarettist Tom Pauls gab Wagners "Ring" auf Sächsisch zum Besten. Quelle: Tanja Tröger
Zwischen Loschwitz und Pillnitz konnten die Gäste des Elbhangfestes von Freitag bis Sonntag Konzerten lauschen, Theaterstücke ansehen, Ausstellungen und Lesungen besuchen oder einfach nur die Atmosphäre in den zahlreichen romantischen Innenhöfen genießen.

Am Sonnabendmittag bewegte sich der traditionelle Festspielzug durch die Ortschaften der Festmeile. An mehreren Haltepunkten zwischen Loschwitz und Pillnitz stellten die Organisatoren das Leben Richard Wagners, besonders seine Dresdner Jahre, und die mit der Heimat des Komponisten verbundenen Werke in einer Neufassung dar. Am Samstagbend präsentierte Kabarettist Tom Pauls in Pillnitz bei strömendem Regen Wagners "Ring der Nibelungen" im Heimatdialekt des Komponisten und erntete dafür viele Lacher und Beifall. Holger Böhme hatte die Handlung des gesamten Stückes ins Sächsische übertragen. Der Dresdner Sänger René Pape, dessen Haus in Hosterwitz Anfang Juni unter Wasser stand, trug bekannte Lieder aus der Oper vor.

Insgesamt 300 Veranstaltungen initiierten die Organisatoren an den Elbhängen. Bis zuletzt hatten sie gezittert, ob das Hochwasser zum Fest wieder sinken würde. Einige Veranstaltungen, zum Beispiel an der Hosterwitzer Kirche „Maria am Garten“, mussten verlegt werden. Auch das Drachenbootrennen hatten die Organisatoren abgesagt. Viele Gäste zeigten sich dennoch begeistert: „Ich genieße das Fest in vollen Zügen. Alle Türen und Tore sind geöffnet, so ein selbstloses Willkommen“, erklärte Gitti Tappert aus Dresden-Leuben. „Das gefällt mir so sehr. Ich bin selig.“

Dies ließ sich von einigen Anwohnern in Niederpoyritz nicht unbedingt behaupten. Besonders die gesperrten Straßen und die Verkehrshelfer seien ihnen ein Dorn im Auge gewesen, berichtet Unger. Dies habe so weit geführt, dass mehrere Autofahrer direkt auf die Helfer zugefahren sind. Einer sei sogar handgreiflich geworden. Der Verein hat nun eine Anzeige gegen den Anwohner erstattet. Unannehmlichkeiten gab es auch um das Musikschauspiel „Lohengrin“. Nur eine Stunde vor Beginn gab das Kreuzschulorchester bekannt, nicht wie geplant auf den Elbwiesen in Wachwitz, sondern in der Turnhalle der Schule in Striesen zu spielen. „Für uns war diese kurzfristige Information sehr ärgerlich“, sagte Unger. Es sei zwar noch versucht worden, den Gästen Bescheid zu geben, doch meist vergeblich.

Neben dem Feiern auf der neun Kilometer langen Festmeile kam der Gedanke an die Opfer des jüngsten Hochwassers nicht zu kurz. Überall wurden Spenden gesammelt. Allein die Versteigerung zweier

ttr / kt

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