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60 Minuten Nervenkitzel à la Sherlock Holmes

Auf den Spuren der Mafia 60 Minuten Nervenkitzel à la Sherlock Holmes

Zu viert finden wir uns in einem Raum wieder. Wir haben keine Ahnung, was passiert ist. Die Aufschrift "Grand Hotel" lässt darauf schließen, dass es sich um ein Hotelzimmer handelt. Der einzige Ausgang ist mit einem Schloss verhangen.

Endlich ist der Schlüssel zu dem mysteriösen Koffer im Raum gefunden. Doch was befindet sich darin? Wohin führt uns das nächste Puzzleteil?

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Dresden. Nein, eine echte Verschnaufpause war dem Kreuzchor und Kreuzkantor Roderich Kreile nicht vergönnt, bevor sie die ganz normale, übergroße Aufgabenfülle der Advents- und Weihnachtszeit in Dresden erwartete - schließlich erfolgte die Rückkehr von der zweiten Asientour erst sehr, sehr kürzlich. Das Zimmer ist penibel aufgeräumt. Wir erhalten eine mysteriöse Nachricht. Der letzte lebende Nachkomme der italienischen Mafiafamilie wurde entehrt und verstoßen. Gemeinsam müssen wir Prüfungen bestehen, die eigentlich für ihn gedacht waren. In nur 60 Minuten. Der Nervenkitzel beginnt.

"Team Escape" nennt sich das Spiel an der Katharinenstraße in der Neustadt, dass eine Gruppe von zwei bis sechs Personen in einen Raum sperrt. Alles, was zählt, sind Teamarbeit, Kombinationsvermögen und ein gewisses Maß an Detektivarbeit. Die jungen Inhaber Dennis Stadler und Margrit Jespersen haben das Spiel nach Dresden geholt und zwei verschiedene Raumkonzepte mit viel Liebe zum Detail gestaltet und erstellt. Im rustikalen Stile bringt das Arrangement in Verbindung mit der mysteriösen Geschichte das Adrenalin in den Spielern hervor. Die beiden haben uns eingeladen, die Höhle des Löwen zu betreten und das Spiel für euch zu testen.

Mit drei Freunden stehe ich in einem Hotelzimmer. Auf einem Bildschirm läuft die Zeit ab. Direkt strömen meine Mitspieler und ich in verschiedene Richtungen aus und durchsuchen alles, was wir finden. Das ist allerdings nicht so einfach, denn viele der Schränke und Gegenstände im Raum sind mit verschiedenen Schlössern und Schließvorrichtungen versehen. "Ich hab was!", schreit Mitspielerin Linda aufgeregt. "Ich auch!", kommt es vom anderen Ende des Raumes. Die Detektivarbeit zahlt sich aus - ein paar Gegenstände stöbern wir gemeinsam auf. Doch diese passen auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammen. Mysteriöse Zettel, nichtssagende Symbole - nur ein Teil des Puzzles, das es zusammenzufügen gilt.

Die Kombinationslust meiner Mitspieler ist schier unbegrenzt. Sie lösen Rätsel, an denen ich allein sicher gescheitert wäre. Immer mehr Gegenstände können wir befreien, immer mehr Puzzleteile kommen hinzu. Plötzlich klingelt es. Wie eingefroren stehen wir da - ein Schreckmoment. Das Herz rutscht mir in die Hose. Wir schauen uns an, rennen gemeinsam los. Wer könnte das sein? Wer ist uns auf der Spur? Wo kommt die Musik plötzlich her? Wo ist der verschwundene Sohn? Seltsame Skizzen begegnen uns, unvollständige Stammbäume an der Wand und mysteriöse Spiegel. Man fühlt sich wie Sherlock Holmes. Immer die Zeit im Nacken, die unerbittlich abläuft.

Wir kommen nicht weiter, die gefundenen Dinge lassen sich nicht kombinieren. Auf dem Bildschirm blinkt eine Nachricht auf. Ein Hinweis von Spielleiter Dennis. Ebenfalls verschlüsselt. Das Spiel hat eine mitreißende Dynamik. Mit gemeinsamen Kräften kommen wir voran, entschlüsseln die uns gestellten Aufgaben. Erhalten Nachrichten von Familienmitgliedern des verlorenen Sohnes, die uns drohen. Und die Zeit läuft weiter unermüdlich ab. Endlich gelingt es uns, den letzten Code zu enträtseln. Wir rennen zur Tür, geben das erhoffte Passwort ein. Ein Klicken, die Tür öffnet sich und wir haben es geschafft. Drei Minuten vor Schluss konnten wir uns befreien und die Prüfungen des verlorenen Sohnes bestehen.

Was Dennis Stadler und Margrit Jaspersen da in die Neustadt gebracht haben, ist wirklich aufregend. Lange nach den 60 Minuten Nervenkitzel reden meine Mitspieler und ich noch darüber. Die kleinen Erfolgserlebnisse während des Spiels machen es so interessant. Man muss kein Genie sein, kein kräftiger Hüne - man muss im Team arbeiten und Scharfsinn beweisen. Die Spieler befinden sich in einer Art Ausnahmezustand, der das "Live Escape Game" zu etwas besonderem macht. Das perfekte Weihnachtsgeschenk für alle Hobby-Detektive und Spielefans. Eine bleibende Erinnerung mit Suchtgefahr!

Juliane Just

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