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Lokales 60 Jahre Europäisches Teilchenforschungs-Zentrum: Dresdner CERN-Physiker laden zum Weltantwort-Fest ein
Dresden Lokales 60 Jahre Europäisches Teilchenforschungs-Zentrum: Dresdner CERN-Physiker laden zum Weltantwort-Fest ein
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17:42 09.09.2015
Mit dem riesigen ATLAS-Detektor haben die CERN-Forscher das Higgs-Boson gefunden - auch Dresdner Physiker waren beteiligt. Quelle: Maximilien Brice, CERN

Neben der Ausstellung "Weltmaschine", Führungen, Vorträgen und einer Filmpremiere ist auch ein "Science Café" geplant. In der SLUB-Cafeteria werden Wissenschaftler am 11. Oktober herumlungern und den Besuchern bei einem Tässchen Kaffee oder Espresso die großen Fragen nach dem Sinn des Lebens, dem Universum und dem ganzen Rest zu beantworten versuchen. "Wir probieren dieses Format zum ersten Mal aus", berichtet die Dresdner "CERN60"-Organisatorin Dr. Uta Bilow vom TU-Institut für Kern- und Teilchenphysik (IKTP). "Unsere Forscher sind schon ganz aufgeregt."

Im Zentrum der "CERN60"-Festwoche vom 6. bis 12. Oktober steht vor allem der ganze Stolz der europäischen Wissenschaftsgemeinde, der weltgrößte Teilchenbeschleuniger "LHC". Diese "Weltantwortmaschine" hatte erst kürzlich nachgewiesen, dass mit dem "Higgs-Boson" tatsächlich ein Teilchen im Universum existiert, das allen Dingen erst Masse verleiht. Die Ausstellung "Weltmaschine" im SLUB-Foyer wird dieses riesige unterirdische Forschungsgerät unter der französisch-schweizerischen Grenze vorstellen: anhand von Fotos, Animations-Stationen, einem Higgs-Experiment und einer Nebelkammer, in der die Besucher live den Einschlag kosmischer Strahlung beobachten können. Am 7. Oktober will TU-Physiker Dr. Frank Siegert in einem populärwissenschaftlichen öffentlichen Abendvortrag über "60 Jahre Teilchenphysik-Forschung am CERN" sprechen. Am 9. Oktober ist erstmals in einer deutschen Synchron-Fassung der Dokumentarfilm "Teilchen-Fieber" über die Higgs-Jagd zu sehen. Im Anschluss beantwortet CERN-Generaldirektor Prof. Rolf Heuer Fragen aus dem Publikum.

Dass der oberste CERNer für die Festwoche ausgerechnet an die Elbe kommt, hat gute Gründe: Dresdner Wissenschaftler und Ingenieure leisten nämlich wichtige Beiträge für die Forschung und Popularisierung des Kernforschungszentrums. IKTP-Direktor Prof. Michael Kobel zum Beispiel forscht an einem der größten Detektoren der Weltantwortmaschine, dem hochhausgroßen unterirdischen "ATLAS". Sein Institutskollege Arno Straessner hat eine der dortigen Flüssig-Argon-Anlagen mitentwickelt, die geladene Teilchen aufspürt. Und seit Kurzem arbeitet eine TU-Nachwuchsgruppe an Simulations-Computerprogrammen für Teilchen-Kollisionen, die Theorie und Messbefunde vergleichen.

Die starke Resonanz von Forschern wie Öffentlichkeit auf die Arbeit des CERN und vor allem der Weltantwortmaschine erklärt sich Dr. Bilow mit einem Urinstinkt der Menschen: Neugier. "Wir alle wollen doch alle der Materie ihre letzten Geheimnisse entlocken und unsere Welt wahrhaft verstehen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.09.2014

Heiko Weckbrodt

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