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Lokales 5G Lab der TU Dresden: Mehr Geld für schnelles Funkinternet
Dresden Lokales 5G Lab der TU Dresden: Mehr Geld für schnelles Funkinternet
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20:51 09.09.2015
Auch das 5G-Netz wird über Funkzellen aufgebaut. Quelle: Archiv/Marijan Murat
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So hat die TU, die als Zentrum für die Entwicklung des neuen Telekommunikationsstandards gilt, einen weiteren Kooperationspartner gefunden, der Drittmittel bereitstellt und Doktorantenstellen finanziert. Die Höhe der finanziellen Zuwendung könne nicht benannt werden, da diese auf mehrere Projekte bezogen sei. Wie die Verantwortlichen mitteilen, bestehen bereits heute fünf weitere Kooperationen mit wichtigen Partnern aus der Wirtschaft – beispielsweise Vodafone.

Etwa aller zehn Jahre wird ein neuer Kommunikationsstandard eingeführt. Derzeit ist LTE (4G) mit Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde das Nonplusultra. Die noch in Entwicklung befindenden 5G-Verbindungen erreichen heute schon Geschwindigkeiten von über 10.000 Megabit in der Sekunde (rund 10 Gigabyte). „Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Wert bei Markteinführung neuer Endgeräte, für die das Jahr 2018 angepeilt wird, noch erhöht“, sagt Rico Radeke vom 5G Lab.

Allerdings steht bei der Entwicklung von 5G nicht der Geschwindigkeitsgewinn, sondern die Anpassung an neue vernetzte Technik im Vordergrund. 5G soll auch in Funknetzen das sogenannte taktile Internet ermöglichen. Hier wird etwa die Reaktionszeit beim Ansteuern eines Gerätes von heute 50 Millisekunden auf eine Millisekunde gesenkt. Beispielsweise wird so funkgesteuertes autonomes Fahren erst möglich. Die Datenpakete, mit denen heute Informationen etwa bei Voice-Over-IP-Anwendungen übertragen werden, haben ausgedient. Stattdessen werden komplette zusammenhängende Algorithmen übertragen. Auch an diesen Gleichungen wird in Dresden geforscht. Ebenfalls neuartig ist die Funkzellenansteuerung der neuen 5G-Technik. Jedes Smartphone verbindet sich heute mit der Funkzelle, dessen Signal am stärksten ist. Zukünftig soll sich ein Handy in mehrere Funkzellen unterschiedlichen Typs einloggen – so soll die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Netze wesentlich erhöht werden.

Am 5G Lab in Dresden arbeiten 500 Wissenschaftler und 20 Professoren unter der Leitung von Professor Gerhard Fettweis.

Hauke Heuer

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