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51-Jähriger muss sich für Sex-Straftaten an jungen Frauen verantworten

Prozess 51-Jähriger muss sich für Sex-Straftaten an jungen Frauen verantworten

Zum wiederholten Mal steht ein jetzt 51-jähriger Mann vor Gericht. Er soll Frauen mit Drogen gefügig gemacht und sich dann an ihnen vergangen haben. Von Reue ist im Gerichtssaal keine Spur.

 
 

Quelle: Monika Löffler

Dresden.  Wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung und gefährlicher Körperverletzung muss sich Jens H. derzeit vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Nicht zum ersten Mal, der Mann ist Wiederholungstäter, der 51-Jährige hat wegen Sexualdelikten schon Jahre im Gefängnis gesessen. Aber er kann es wohl nicht lassen, junge Frauen anzubaggern, sie mit Alkohol, und wenn das nicht reicht mit K.o.-Trophen, gefügig zu machen und sich dann an ihnen zu vergehen.

Zuletzt wurde er im Februar 2015 zu sechseinhalb Jahren verurteilt, weil er eine junge Frau in Plauen mit K.o-Tropf außer Gefecht gesetzt und die Besinnungslose dann vergewaltigt hatte. Angeklagt waren eigentlich zwei Fälle. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten auch vorgeworfen, einer Studentin bewusstseinstrübende Mittel verabreicht und sie an Tankstelle vergewaltigt zu haben. Der Angeklagte hatte den Vorwurf zurückgewiesen. Da die Kammer nicht genau klären konnte, ob er ihr wirklich etwas verabreicht hatte, wurde Jens H. von diesem Vorwurf frei gesprochen. Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein, der Bundesgerichtshof verwies das Urteil an das Landgerichts zurück. Jetzt wird der Fall neu verhandelt – ein weiterer Vorwurf ist hinzugekommen. Jens H. soll, eine Woche vor der Verhandlung, auch eine Schülerin zu sexuellen Handlungen genötigt haben. Jetzt geht es nicht nur um Haft, sondern auch um Sicherheitsverwahrung.

Die Masche, um junge Frauen ins Bett zu kriegen, war immer ähnlich: Er gab sich als Mitarbeiter einer Eventagentur aus, die Frauen zur Betreuung von Prominenten bei diversen Veranstaltungen suchen. Die Story erzählte er auch der 20-Jährigen in einem Lokal in der Neustadt. Dabei, so die Anklage, habe er der Studentin unbemerkt Gamma-Hydroxy-Buttersäure oder ein ähnliches Mittel in den Kaffee gegossen. Als dies zu wirken begannen, fuhr er mit ihr zu einer Tankstelle auf der Königsbrücker Straße und vergewaltigte sie auf der Herrentoilette. Die 20-Jährige war geschockt und leistete keinen Widerstand leistete. „Ich war benommen, wie in Trance, völlig willenlos und hörig. Es war, als ob das Gehirn abgeschaltet war“, hatte die junge Frau damals ausgesagt.

Der Schülerin, die er später in Löbtau ansprach, erzählte er etwas von einem Job bei einem Internetportal. Laut Anklage kaufte er ihr neue, sexy Klamotten, fuhr mit ihr zu einer Pension, um alles zu besprechen füllte sie mit Alkohol und diversen Mittelchen ab und nahm sexuelle Handlungen an ihr vor. Die junge Frau, habe sich zur Tatzeit in einem Blackout-Zustand befunden.

Der Angeklagte wies die Vorwürfe zurück und wiegelte, wie schon bei der ersten Verhandlung ab. Der Sex mit der Studentin sei einvernehmlich gewesen, sie habe das auch gewollt und mit der Schülerin sei gar nichts passiert. „Sie tanzte mich an, wir küssten uns und dann öffnete ich die Hose. Aber sie wollte nicht und ich brachte sie nach Hause.“ Der Angeklagte war bei der Fahrt nicht nüchtern, deshalb ist er auch wegen Trunkenheit im Verkehr dran. Man hat fast das Gefühl, dieser Vorwurf trifft ihn mehr als der der Vergewaltig. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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