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5,8 Millionen Euro für den Dresdner Norden

Verkehrsbetriebe investieren in neue Gleisschleife 5,8 Millionen Euro für den Dresdner Norden

5,8 Millionen Euro kostet die neue Gleisschleife, die die Dresdner Verkehrsbetriebe am Abzweig nach Hellerau bauen. Sie soll die Straßenbahnzüge beschleunigen und so zu effektiveren Abläufen beitragen. Die Bewohner von Klotzsche und Hellerau müssen sich auf Ersatzbusse einstellen.

Andreas Hemmersbach (rechts) und Leonhard Hanusch mit dem Schleifen-Plan.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Startschuss für ein Infrastrukturprojekt der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB), das sich zwar am Waldesrand befindet, aber durchaus größere Auswirkungen auf den Betrieb der Straßenbahnen hat: 5,8 Millionen Euro investieren die DVB in eine neue Gleisschleife an der Haltestelle „Infineon Süd“ direkt am Abweig der Linie 8 nach Hellerau. Die neue Schleife ersetzt die alte am Diebsteig, deren Gleise verschlissen sind und die sich nicht effizient betreiben lässt, die DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach erklärte.

Die alte Schleife wird abgerissen und die Fläche renaturiert. Da sich dort Zauneidechsen angesiedelt haben, wird aber nicht aufgeforstet, so der DVB-Infrastrukturchef Leonhard Hanusch. Es entstehen Stein- und Totholzhaufen. Während des Ausbaus der Gleise werden die Eidechsen durch spezielle Reptilienzäune geschützt.

Ziel der neuen Gleisschleife ist es, die Straßenbahnen zu beschleunigen. Die Anlage wird laut Hemmersbach genutzt, um Fahrten der Linien 7 oder 8 zu kürzen. Auf der alten, langen Schleife verlieren die Straßenbahnzüge zwei Minuten. „Mit der neuen können wir einen Zug auf der Strecke einsparen. Angesichts steigender Fahrgastzahlen hilft uns das“, so Hemmersbach.

Keinesfalls, so beteuerte der Vorstand, werde sich an der Verbindung nach Hellerau etwas ändern. „Es gibt keine Absichten, in das Netz einzugreifen.“ Allerdings wird die 8 vom 18. September bis zum 24. November nicht fahren können, wenn an den Gleisen gebaut wird. Die Linie 7 dagegen fährt nur vom 29. September bis zum 16. Oktober nicht nach Weixdorf. „Wir befördern mit der 7 pro Werktag über 50 000 Fahrgäste. Deshalb ist es uns wichtig, die Straßenbahnsperrung hier so kurz wie möglich zu halten“, so Hemmersbach.

3,8 Millionen Euro steuert der Freistaat für die neue Schleife bei, 1,4 Kilometer Gleis werden verlegt. Dafür kommen am Diebsteig 2,2 Kilometer Gleis aus der Erde. 81 alte Fahrleitungsmasten verschwinden, 54 neue werden gesetzt. Im sogenannten Sperrschatten repariert das Unternehmen die Gleisschleife in Hellerau und erneuert an der Brühler Straße in Weixdorf 140 Meter Gleis. Auf der Karl-Liebknecht-Straße in Hellerau werden zudem die Fahrleitungen erneuert.

In den kommenden Jahren warten weitere große Aufgaben auf die DVB im Norden, erklärte Hanusch. Die Königsbrücker Landstraße müsse stadtbahntauglich ausgebaut werden, die Gleise würden näher an die Bebauung rücken, es werde aufwendige Planungs- und Vorbereitungsprozesse geben. „Daran führt kein Weg vorbei. Wir müssen dringend etwas an den Anlagen tun.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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