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46. Oberschule Dresden für zehn Millionen Euro saniert

Nach jahrelangem Warten in desolatem Plattenbau 46. Oberschule Dresden für zehn Millionen Euro saniert

Knapp zehn Millionen Euro hat die Sanierung der 46. Oberschule Dresden gekostet. Am Montag nach den Winterferien beginnt der Unterricht für die 420 Schüler und 32 Lehrer im neuen Schulhaus in Strehlen.

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Haben beim Kistentransport kräftig mitgeholfen: Tim, Sophie, Alexa, Laura und Melissa (v.l.) aus der 8a.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Drei, vier Umzugswagen parken vor der 46. Oberschule an der Andreas-Schubert-Straße in Strehlen. Drinnen im Foyer des Plattenbaus vom Typ „Dresden“ stapeln sich noch jede Menge Paletten, Pappkartons und Plasteeimer. Auf den Blättern der Grünpflanzen liegt Staub und die nagelneuen Sitzelemente in Orange, Gelb und Blau werden noch von Folien geschützt. Kaum zu glauben, dass tags darauf schon die Reinigungsfirma anrücken soll. Doch Jens Hünecke, seit vier Jahren Leiter der „46.“, ist trotz des Chaos ringsherum zuversichtlich, dass die 420 Schüler, 32 Lehrer, vier Referendare und zwei Schulsozialarbeiter ihre sanierte Schule am Montag in Besitz nehmen können.

„Seit ich hier bin, laufe ich den ganzen Tag mit einem Lächeln durch die Gegend, so freue ich mich“, sagt Hünecke. Das glaubt man dem Schulleiter gern. Das Schulverwaltungsamt hat sich die Sanierung der Schule einiges kosten lassen – 9,4 Millionen Euro genau. Hinzu kommen etwa eine Million Euro für die Einrichtung. Die Fachkabinette für Biologie, Physik und Chemie sind neu eingerichtet worden und haben u.a. neue Schülerexperimentiergeräte bekommen. Das Informatikzimmer verfügt über eine Klimaanlage. Und es gibt ein Laptopkabinett mit 16 Laptops. „Früher hatten wir nur eine Steckdose pro Klassenzimmer, heute gibt es in jedem Zimmer einen Internetzugang“, berichtet Hünecke. Selbst der alte Flügel für das Musikzimmer sei restauriert worden. Und die Fensterbänke bestehen aus Eichenholz.

Durch das eingangs erwähnte Foyer gelangen die Schüler über den Pausenhof mit seinen Sitzstufen, auf denen 200 wasserdichte bunte Kissen zum Verweilen einladen werden, in den Speiseraum und schließlich auf den Schulhof. „Der soll aber erst Ende April, Anfang Mai übergeben werden“, informiert der Schulleiter. Auch das Nähmaschinenkabinett und das von den Schülern selbst betriebene Café im Kellergeschoss werden nicht ganz pünktlich fertig. Einige Zeit dauern wird es auch noch, bis die alte Turnhalle am Lukasplatz einer neuen Sporthalle Platz gemacht hat. „Bis dahin nutzen wir die Sport- und die alte Turnhalle der 117. Grundschule an der Reichenbachstraße mit“, erklärt Hünecke. Manko: Der Pausenhof bietet nicht genügend Platz für alle Schüler. „Die 9. und 10. Klassen dürfen sich deshalb entweder im Schulhaus oder außerhalb des Schulgeländes aufhalten“, so der Schulleiter.

Viele Jahre lang haben Schüler und Lehrer in einem völlig desolaten Plattenbau an der Leubnitzer Straße ausgeharrt. „Wenn es draußen stürmte, hatten wir damit zu kämpfen, dass die laveden Fenster drin blieben, und die Heizungen waren im Winter so kalt, dass die Kinder im Mantel dahockten“, erinnert sich Hünecke. Die alte Schule aus den 1970ern ist nun Geschichte. Sie wird ab Montag abgerissen, um Platz zu schaffen für das neue Gymnasium Südwest.

An der 46. Oberschule hat etwa die Hälfte der Schüler ausländische Wurzeln. 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen stammen aus einkommensschwachen Verhältnissen. Hünecke ist gespannt, wie sie mit den neuen Errungenschaften umgehen werden. Er glaubt, dass sie sie zu würdigen wissen. „Unsere alten Klassenzimmer waren so kaputt, ich freue mich am meisten auf die neuen Räume“, sagt etwa Melissa aus der 8a, die wie viele andere Schüler Kisten mit auspackt. Am Montag gibt es erst einmal nur Klassenleiterstunden und Führungen durchs Schulhaus. Und am Dienstag geht’s dann richtig los mit dem Unterricht.

Neugierig ist der Schulleiter auch darauf, wieviele Viertklässler sich wohl demnächst anmelden werden an „seiner“ Schule. Die „46.“ hatte in der Vergangenheit jahrelang auf der Streichliste gestanden. Im vergangenen Schuljahr meldeten sich immerhin 43 Viertklässler an – genug, um zwei fünfte Klassen zu eröffnen. „Wir hoffen, dass wir im Sommer drei fünfte Klassen aufmachen können“, sagt er. Für maximal 500 Schüler hat er Platz an der Schule. Wer von den Eltern sich selbst ein Bild machen will: Am 28. Februar lädt die Schule von 16 bis 19 Uhr zum Tag der offenen Tür ein.

www.46-oberschule-dresden.de

Von Katrin Richter

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