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40.000 Euro für die Rettung des Pinguincafé im Dresdner Zoo

Vor Abriss bewahren 40.000 Euro für die Rettung des Pinguincafé im Dresdner Zoo

Mit einer gemeinsamen Initiative wollen Linke und Grüne im Stadtrat die Bausubstanz des alten Pinguincafes im Dresdner Zoo retten. Die Fraktionschefs Andre Schollbach (Linke) sowie Christiane Filius-Jehne und Thomas Löser (beide Grüne) haben jetzt einen entsprechenden Antrag im Stadtrat eingebracht.

Der Pavillon gilt für Dresden und die Region als einmalig.
 

Quelle: S. Lohse

Dresden.  Mit einer gemeinsamen Initiative wollen Linke und Grüne im Stadtrat die Bausubstanz des alten Pinguincafes im Dresdner Zoo retten. Die Fraktionschefs Andre Schollbach (Linke) sowie Christiane Filius-Jehne und Thomas Löser (beide Grüne) haben jetzt einen entsprechenden Antrag im Stadtrat eingebracht. Damit soll der Oberbürgermeister aufgefordert werden, den Abbau und die Einlagerung des Pinguincafés im Dresdner Zoo zu veranlassen und bis zum 28. Februar 2017 abzuschließen. 40.000 Euro wollen die Initiatoren dafür aus den Steuermehreinnahmen abzweigen.

Für das seit Jahren geschlossene Café ist ein Neubau vorgesehen, der sich mit „Baumstammoptik“ in Holz und Pinguinfarben deutlich mehr an den Themen Natur und Tiere orientieren soll als der Stahl-Glas-Vorgänger (DNN berichteten). Von der Terrasse aus soll der direkte Blick ins Pinguin-Gehege möglich sein. Die Baugenehmigung für das Pinguin-Restaurant wurde bereits im Juli dieses Jahres erteilt. Zoo-Chef Karl-Heinz Ukena sprach im Juni von rund einer Million Euro Baukosten. Es soll ein Restaurant mit etwa 100 Innenplätzen entstehen, das von der „Elbezeit GmbH“ betrieben wird. Das Unternehmen ist bereits für die Gastronomie auf Elbdampfern und am Flughafen zuständig.

So soll der Neubau für das Pinguincafé aussehen

So soll der Neubau für das Pinguincafé aussehen.

Quelle: Visualisierung Heinle, Wischer und Partner

Der Baubeginn ist für März 2017 vorgesehen. Die Obere und Untere Denkmalbehörde hatten nach Darstellung der Antragsteller in der Vergangenheit unterschiedliche Ansichten, was den Denkmalschutz für das Pinguincafé betrifft. So erhielt das Gebäude keinen Denkmalstatus. Eine wissenschaftliche Arbeit zur Möglichkeit des Abbaus und Einlagerung des Bestandsgebäudes liege vor. Die Stadt hat ein Interesse an einer Demontage des Gebäudes und dem Wiederaufbau an anderer Stelle. Allerdings war die Finanzierung bisher nicht geklärt und so stand bislang der Abriss des 1973 eröffneten Gebäudes im Frühjahr 2017 im Raum. Über den aktuellen Antrag von Linken und Grünen muss der Stadtrat noch entscheiden.

Von Ingolf Pleil

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