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40 Tuberkulosefälle gab es 2016 in Dresden

Gesundheitsamt 40 Tuberkulosefälle gab es 2016 in Dresden

Eigentlich galt die Krankheit als ausgerottet: Die Tuberkulose war in Europa nur noch selten aufgetreten. Doch mit dem Zustrom von Flüchtlingen ist auch die Zahl der Fälle wieder angestiegen. Bei Erstuntersuchungen wurden in Dresden im vergangenen Jahr 40 erkrankte Asylbewerber festgestellt.

40 Fälle von Tuberkulose stellte das Gesundheitsamt in Dresden 2016 bei Asylbewerbern fest.
 

Quelle: cat.

Dresden. Die Tuberkulose war nie völlig ausgerottet und befindet sich seit der Flüchtlingskrise 2015/2016 wieder auf dem Vormarsch. Das Gesundheitsamt Dresden hat bei Erstuntersuchungen von Asylbewerbern im vergangenen Jahr 40 behandlungspflichtige Tuberkuloseerkrankungen diagnostiziert. Das teilte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) jetzt auf Anfrage des AfD-Stadtrats Harald Gilke mit.

Tuberkulose ist eine hochinfektiöse Erkrankung, die über die Atemwege übertragen wird. Eine Statistik über die Anzahl der ansteckungsfähigen Tuberkuloseerkrankungen liege der Landeshauptstadt nicht vor, so der OB weiter. Im Jahr 2010 wurden in Dresden 25 Tuberkulosefälle registriert, 2013 waren es nur 19 Infektionen. In ganz Sachsen wurden 2015 insgesamt 174 Erkrankungen gemeldet. Bis Anfang November 2015 wurden in Dresden 32 Fälle registriert.

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes der Stadt haben vom 25. November 2015 bis zum 20. Januar 2017 insgesamt 4792 Asylbewerber und 264 unbegleitete minderjährige Asylbewerber untersucht. Mit der aktuellen Personalbesetzung könnte das Gesundheitsamt bis zu 30 Asylbewerber pro Tag untersuchen, so Hilbert.

Bei den Untersuchungen stellten die Ärzte neben den Tuberkuloseerkrankungen 81 chronische Fälle von Hepatitis B, ein Fall von Hepatitis C und zehn Hinweise auf Darmparasiten fest. In 18 Fällen wurden Antikörper von Hepatitis A nachgewiesen, es gab aber keine klinische Infektion. In einzelnen Fällen hätten die Mediziner bei Asylbewerbern auch Krätze diagnostiziert. Es sei aber keine Statistik geführt worden, da die Krankheit im Einzelfall nicht meldepflichtig sei, erklärte der OB.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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