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Lokales 36 Grad und es wird (vielleicht) noch heißer
Dresden Lokales 36 Grad und es wird (vielleicht) noch heißer
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07:24 01.08.2018
Auch die Bäume im Großen Garten leiden unter Wassermangel und Hitze. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

36,9 Grad – das war die Höchsttemperatur am Dienstag in Dresden. Gemessen um 13 Uhr an der Wetterstation in Kaditz. „Dass der Hitzerekord für Dresden von 39,8 Grad am 20. August 2012 gebrochen wird, zeichnet sich aktuell nicht ab“, sagt der Meteorologe Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. Allerdings sind die für Hitze berüchtigten Hundstage noch nicht vorbei. Bis zum 23. August müssen Dresdner noch mit hohen Temperaturen rechnen. Dass der Hitzerekord dieses Jahr für Dresden gebrochen wird, ist nicht auszuschließen, erklärt der Meteorologe.

Das Thermometer, dass schon seit vielen Tagen über der 30 Grad-Marke stagniert, hat auch Folgen für die Dresdner Grünflächen und Wälder. Am Mittwoch steigt die Waldbrandgefahrenstufe für Dresden von aktuell Stufe 4 „hohe Gefahr“ auf die mit 5 „ sehr hohe Gefahr“ höchste Stufe. Im Kreis Meißen bleibt die Waldbrandgefahr bei 5. Die Dürre führt auch dazu, dass nun die DVB-Fähren über die Elbe nicht mehr fahren können.

In Dresden wird aktuell viel gebaut. Während manche Menschen dieser Tage, das Glück haben in klimatisierten Büros zu arbeiten, schuften Menschen auf dem Bau in der Hitze. Besonders ohne Schatten, wie auf der Augustusbrücke oder dem Rathenauplatz sind die Temperaturen von über 36 Grad eine große Belastung.

Mit hohen Temperaturen kennt sich Fernando Llusia de Castro, Bauleiter vom Neubau des Trenn- und Steuerbauwerks auf dem Rathenauplatz aus. Der Spanier arbeitet für die Firma Heinz Lange aus Ottendorf-Okrilla. „Es ist natürlich sehr anstrengend bei 35° C bei der Arbeit zu sein, mit jeder Bewegung sind wir alle nur am Wasser trinken und ein bisschen Luft holen. Ein Eis während die Arbeitszeit ist etwas wertvolles, was ich jederzeit empfehlen würde“, sagt de Castro.

Besonders Erdarbeiten sind wegen der Staubbildung belastend sowie Asphaltarbeiten wegen der hohen Mischguttemperatur. Um der Hitze zu entkommen, fliehen Spanier traditionellerweise in die nachmittägliche Siesta. Für das verlängerte Mittagessen und anschließende Ruhe dürfen viele Arbeitnehmer in Spanien nach Hause fahren, um ihre Arbeit in den Abendstunden fortzusetzen. In Dresden endet der Arbeitstag für viele Bauarbeiter trotz der Hitze aktuell erst nach den üblichen acht Stunden Arbeitszeit.

„Es gibt kein Hitzefrei“, sagt Ruprecht Hammerschmidt, Sprecher der IG Bau. „Sondern es gilt das allgemeine Arbeitsschutzgesetz“. Der Arbeitgeber muss auf dem Bau dafür sorgen, dass ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Für die Bauarbeiter ist Sonnenmilch unverzichtbar, um Hautkrebs vorzubeugen. Der helle Hautkrebs ist seit 2015 eine anerkannte Berufskrankheit. Betroffen sind oft ältere Menschen, die im Job viele Jahre intensiver UV-Strahlung ausgesetzt waren.

Von Tomke Giedigkeit

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