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35 Mietwohnungen in Strehlen im Bau, 48 in der Neustadt sollen folgen

Magdeburger bauen in Dresden 35 Mietwohnungen in Strehlen im Bau, 48 in der Neustadt sollen folgen

Die AOC Immobilien AG – ein inhabergeführtes Unternehmen aus Magdeburg – wird jetzt in Sachsen aktiv. Gleich zwei Wohnbauprojekte nimmt der Projektentwickler in der Landeshauptstadt Dresden in Angriff. 35 Wohnungen in Strehlen sollen im September 2018 fertig sein. Wenn das OK von der Stadtverwaltung kommt, beginnt auch dieses Jahr der Bau von 48 Wohnungen in der Dresdner Neustadt.

An der Teplitzer Straße/Hans-Thoma-Straße wird für das „Thoma Quartier“ die Bodenplatte gegossen.

Quelle: Catrin Steinbach

Dresden. Ein Teil der Bodenplatte des neuen Wohn- und Geschäftshauses ist gegossen, jetzt geht es an der Teplitzer Straße in Höhe Hans-Thoma-Straße Schlag auf Schlag. „Wenn wir nicht einen extremen Winter bekommen, sind wir im September 2018 fertig. Mit der Vermarktung der Wohnungen wollen wir mit Hilfe eines ortsansässigen Maklers schon Anfang des kommenden Jahres beginnen“, erklärt Babette Schmidt von der AOC Immobilien AG.

Das Magdeburger Unternehmen, das bislang Projekte vornehmlich in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern verwirklichte, wird jetzt auch in Sachsen aktiv. In Leipzig investiert AOC gerade 50 Millionen Euro in zwei Wohnbauprojekte an der dortigen Prager Straße. Auch in Dresden hat AOC gleich zwei Bauprojekte in Angriff genommen. Neben den 35 Wohnungen und der kleinen Gewerbefläche an der Teplitzer Straße in Strehlen will der Projektentwickler noch am Bischofsplatz in der Neustadt 48 Wohnungen und maximal drei Gewerbeeinheiten in einem Neubau schaffen (DNN berichtete). „Wir hoffen, dass wir die Baugenehmigung Ende Oktober bekommen, dann könnten wir noch dieses Jahr auch in der Neustadt starten“, so Babette Schmidt. „Weitere Verhandlungen über Grundstücke in Dresden laufen.“

Babette Schmidt ist Betriebswirtschafterin. 1997 gründete sie nach eigenen Angaben ein Architekturbüro in Magdeburg. Seit 2006 gehe sie mit dem Anwalt Till Schwerdtfeger geschäftlich gemeinsame Wege. „Am Anfang haben wir vor allem kleinere Märkte mit Bauvolumen von etwa 2,5 Millionen Euro errichtet“, so die Mitgründerin und -inhaberin der AOC Immobilien AG. Jetzt konzentriere man sich mehr und mehr auf den Bau von Wohnungen, und zwar von Mietwohnungen. In den vergangenen zehn Jahren habe sich das Einzelprojektvolumen verzehnfacht. Im Fall des Wohn- und Geschäftshauses an der Teplitzer Straße 76 + 78 betrage es etwa elf Millionen Euro.

Das Unternehmen beschäftige 30 fest angestellte Mitarbeiter, initiiere in jeder Stadt ein separates Bauteam und achte darauf, ortsansässige Unternehmen in die Projekte einzubinden. „Uns ist wichtig, das bei jedem einzelnen Projekt alle Beteiligten so früh wie möglich partnerschaftlich zusammenarbeiten. Auch die Bauunternehmen involvieren wir bereits im frühen Planungsstadium. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht. Denn so begreift jeder das Projekt als Ganzes und als ein gemeinschaftliches Ergebnis“, erklärt Babette Schmidt. Jedes Gebäude werde, wenn es fertig ist, komplett an einen Kapitalanleger verkauft. Die AOC AG bietet allerdings auch die Verwaltung der Immobilien als Dienstleistung an.

An der Teplitzer Straße entstehen drei Vierraumwohnungen mit jeweils etwa 100 Quadratmetern Wohnfläche. Der Rest sind Zwei- und Dreiraumwohnungen, die zwischen 55 und etwa 70 Quadratmeter groß sind. Die Mehrzahl hat einen Balkon, die Grundrisse der Wohnungen sind unterschiedlich. „Die Einbauküchen planen wir mit einem Dresdner Küchenstudio. Überhaupt versuchen wir schon bei der Planung für den Alltag mitzudenken und kleine Nettigkeiten wie Einbauschränke und ähnliches einzubauen“, erzählt die AOC-Projektentwicklerin.

Weil das neue Haus an einer sehr stark befahrenen Straße liegt, werde man Schallschutzfenster einbauen. „Zudem haben wir bei der Planung darauf geachtet, dass Wohn- und Schlafräume nach hinten raus liegen“, sagt Schmidt. Der Innenhof wird begrünt. Der Mietpreis beträgt zwischen 9,50 und 11,50 Euro pro Quadratmeter, hieß es auf Anfrage. Wer die Gewerberäume im Erdgeschoss des Gebäudekomplexes nutzt, ist noch nicht spruchreif. Aber wahrscheinlich werde eine Handelseinrichtung einziehen, hieß es.

Von Catrin Steinbach

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