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Lokales 34 Kreative wurden für den Sächsischen Staatspreis für Design 2016 nominiert
Dresden Lokales 34 Kreative wurden für den Sächsischen Staatspreis für Design 2016 nominiert
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13:16 04.09.2016
   Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

 In den Deutschen Werkstätten Hellerau wurde am Freitag heiß diskutiert. Lieber ein motorisiertes Longboard, das seinen Fahrer bis zu 40 Km/h in Schwung bringt oder eine mobile Küche für Geflüchtete in Erstaufnahemeeinrichtungen? Der Würfel ist gefallen: Eine hochkarätige Jury aus neun Experten aus dem Bereich Design hat die Nominierungen für den Sächsischen Staatspreis für Design 2016 festgelegt. Auch einige Dresdner haben es in die engere Auswahl geschafft.

In den Deutschen Werkstätten Hellerau wurde am Freitag heiß diskutiert. Lieber ein motorisiertes Longboard, das seinen Fahrer bis zu 40 Km/h in Schwung bringt oder eine mobile Küche für Geflüchtete in Erstaufnahemeeinrichtungen? Der Würfel ist gefallen: Auch einige Dresdner haben es in die engere Auswahl geschafft.

Der Wettbewerb steht in diesem Jahr unter dem Motto „Nachhaltigkeit durch Design – Verantwortung für die Zukunft“. Grundlegende Themen der Designdisziplin wie soziale Verantwortung, Verbesserung der Lebensumstände, eine Energie und Ressourcen schonende Produktion, die Gestaltung einer besseren Gesellschaft und das Hinterfragen von Handlungen und Denkmustern stehen im Mittelpunkt des Wettbewerbs 2016. „Design hat heutzutage nicht mehr nur den Anspruch auf Ästhetik und die äußere Gestaltung“, sagt Juryvorsitzende Dr. Silke Claus. Claus, von Haus aus Architektin, ist seit 2009 Geschäftsführerin der bayern design GmbH. „Produkte werden in ungeheurer Menge an Land gespült. Die Frage ist aber: Was davon ist relevant? Was hat Zukunft?“ Neben der Nachhaltigkeit, so Claus, stehe in diesem Jahr auch der Faktor „Usability“ im Fokus. Sprich: Ein Produkt, das sich leicht erschließt und für alle Generationen, ob jung oder alt, verständlich und zugänglich ist.

Insgesamt 34 Designer haben es in diesem Jahr in die engere Auswahl geschafft. Vor allem die Nachwuchsdesigner haben es der Jurychefin angetan: „Das war für uns in der Jury der spannendste und innovativste Bereich. Man sieht, hier wurde quer gedacht.“ Auch einige kreative Köpfe aus Dresden sind unter den Bewerbern herausgestochen. So haben es die Jungs von Green City Solutions zu einer Nominierung im Bereich Soziales Design geschafft. Das Unternehmen hat sich die Lösung der globalen Luftverschmutzung auf die Fahnen geschrieben. In der Kategorie Kommunikationsdesign konnte sich unter anderen Susanne Meyer-Götz von der Neustädter Kult-Wurstbude Curry & Co. durchsetzen. Mit ihrem Design für ihren Jubiläumskalender hat die Unternehmerin eine Nominierung eingeheimst. Der Nachwuchsdesigner Philipp J.W. Träuptmann aus Dresden hat einen Entwurf für einen elektronisch angetriebenen Quad entwickelt, der nicht nur auf unbefestigten Straßen, sondern auch im urbanen Raum eingesetzt werden kann.

Die insgesamt 191 Einreichungen in den Kategorien Produkt-, Kommunikations- und Nachwuchsdesign sowie die Bewerbungen für die Sonderpreise in der Kategorie Nachwuchsdesign und Soziales Design werden bis zum 24. Oktober in einer Leistungsschau in den Deutschen Werkstätten Hellerau, Moritzburger Weg 67, einem ebenso markanten Ort der Designgeschichte, präsentiert. Der Preis, der nur alle zwei Jahre ausgelobt wird, wird am 24. Oktober im Albertinum verliehen.

Von Juliane Weigt

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