Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Google+
30. Grundschule im "Hecht" - Unterricht mit Störgeräuschen

30. Grundschule im "Hecht" - Unterricht mit Störgeräuschen

Und wo sind die Kinder jetzt? Das fragt sich, wer die Hechtstraße in der Neustadt entlang läuft und einen Blick auf das Schulgebäude der 30. Grundschule wirft.

Von Katrin Richter

Berge von Erde türmen sich am Haupteingang, ein Bagger, zwei Schubkarren und drei Bauarbeiter sind zu sehen. Und doch lernen im selben Moment 350 Kinder in der fast 50 Jahre alten Schule im Hechtviertel.

Dass die Bauarbeiter jetzt noch zugange sind, ist nicht vorgesehen gewesen. Eigentlich sollte die "30." in den Sommerferien brandschutztechnisch auf Vordermann gebracht, im zweiten Obergeschoss mit neuen Sanitäranlagen versehen und bis Ende Oktober komplett trockengelegt werden. Kostenpunkt: 1,8 Millionen Euro. "Die drei Brandschutztreppen, die ins Freie auf den Schulhof führen sollen, fehlen noch, die neuen Toiletten auch und bei der Trockenlegung gibt es ebenfalls Bauverzug", ärgert sich Schulleiter Mathias Gläsel. Er befürchtet, dass sich die Bauarbeiten noch lange hinziehen könnten. "Der Lärm, den die Bagger verursachen, ist schon sehr belastend", sagt Gläsel. Schulbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) nennt auf DNN-Nachfrage Ende Oktober als Fertigstellungstermin.

Abgesehen vom Bauverzug aber ist Schulleiter Gläsel froh, dass es mit der Platznot ein Ende hat, seitdem die Mittelschüler im neuen Schuljahr an den Unteren Kreuzweg gezogen sind. "Zehn Unterrichtsräume haben wir dazubekommen", berichtet er. Die allerdings seien in äußerst miserablem Zustand gewesen. Großes Lob zollt Gläsel daher den 100 Eltern, die in den Sommerferien in gut einer Woche bis spät in die Nacht hinein 20 Unterrichtsräume, außerdem Treppenaufgänge und Flure vorgerichtet haben.

Vier Parallelklassen kann der Schulleiter jetzt pro Jahrgang aufnehmen. Auch der Hort im selben Gebäude ist jetzt in der komfortablen Situation, dass ihm zwölf Räume zur Verfügung stehen. "Früher mussten wir Zimmer doppelt nutzen - vormittags für den Unterricht, nachmittags waren die Hortkinder drin", erklärt Gläsel. Jetzt seien die Räume nach verschiedenen Themen eingerichtet worden. "Die Kinder können selbst wählen, ob sie nach der Schule in die Holzwerkstatt, die Druckerei, den Tanz- und Theaterraum oder lieber in die Bücherei gehen wollen", zählt er auf.

Was den Unterricht anbelangt, sei keine Klasse ohne Klassenlehrer geblieben, säßen nicht mehr als 25 Kinder im Zimmer und Stunden seien bislang auch nicht ausgefallen. Ein Großteil der 20 Lehrer sei jünger als 30 Jahre. "Wer einmal das Referendariat bei uns absolviert hat, ist gleich als Lehrer geblieben", erklärt er.

Nicht nachvollziehen kann der Schulleiter, dass er die sechs Zimmer im Keller künftig wegen neuer brandschutztechnischer Vorschriften nur als "hochwertige Lagerräume" und nicht als Schulküche oder Werkraum für die Kinder nutzen darf. Der Keller war im September vergangenen Jahr wegen Schimmelbefalls gesperrt worden und wird seitdem trockengelegt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.09.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.