Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales 30-Jähriger soll mehrere Frauen zum Sex gezwungen haben
Dresden Lokales 30-Jähriger soll mehrere Frauen zum Sex gezwungen haben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:26 18.01.2017
Robert R. (l.) mit seinem Anwalt Rolf Franek zur Prozesseröffnung. Der 30-Jährige soll mehrere Frauen vergewaltigt haben Quelle: Monika Löffler
Anzeige
Dresden

Robert R. hat bei einigen Frauen einen bleibenden Eindruck hinterlassen – allerdings keinen positiven,er hat ihnen übel mitgespielt. „Ich habe Angst vor ihm, weil er so aggressiv war. Ich habe lange gebraucht, bis ich die Sache abgeschlossen hatte, jetzt kommt alles wieder hoch“, weinte gestern eine 23-Jährige. Die junge Frau konnte kaum aussagen.

Robert R. muss sich wegen siebenfacher Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Bedrohung, Beleidigung und Körperverletzung und Freiheitsberaubung vor dem Landgericht verantworten. Zwischen September 2012 und Juli 2015 soll er, so die Anklage, mehrere Frauen in Dresden und Heidenau bedroht, verprügelt und vergewaltigt haben. Das Schema war immer ähnlich: Er baggerte die Frauen beim Chatten im Internet an, traf sich mit ihnen in seiner oder deren Wohnung und forderte Sex. Weigerten sie sich, drohte er mit angeblichen Kumpels von den Hells Angels, die ihren Kindern oder ihrer Familie etwas antun würden, verprügelte oder würgte die Frauen. Eine sperrte er sogar in seiner Wohnung ein. Sein Motto: „Ich kann mit meiner Schlampe machen was ich will.“

Zu den Vorwürfen wollte sich der 30-Jährige gestern nicht äußern, er zog es vor zu schweigen. Robert R. ist kein unbeschriebenes Blatt. So wurde er unter anderem 2012 verurteilt, weil er eine junge Frau, die er ebenfalls im Internet kennenlernt hatte, bedroht und Aktfotos von ihr gefordert hatte. Auch da war ein Rockerclub im Spiel. Er gab sich als Mitglied des Gremium MC aus. Einmal geriet er allerdings beim Chatten im Netz an eine Frau, die sich seine Beleidigungen nicht bieten lies. Gemeinsam mit zwei Freunden vermöbelte sie den Angeklagten und ließ ihn, mit nichts weiter als den Socken bekleidet, in einer kalten Novembernacht am Fetscherplatz stehen. Dafür kassierte sie eine Bewährungsstrafe.

Gelernt hat der Angeklagte aus der Attacke nichts, derzeit sitzt er wegen einer Sexualstraftat in Schwerin im Gefängnis. Sollten sich die Vorwürfe der Dresdner Staatsanwaltschaft bestätigen, könnte es für Robert R. nicht nur um eine weitere Haftstrafe, sondern vielleicht auch um eine Sicherheitsverwahrung gehen. Der Prozess wird fortgesetzt, zunächst sind sieben Verhandlungstage angesetzt.

Von Monika Löffler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Bildungs-, Job- und Gründermesse KarriereStart öffnet am kommenden Wochenende wieder ihre Tore. Zum 19. Mal beraten die Aussteller zu den Themen Aus- und Weiterbildung, Fachkräfte- und Nachwuchsgewinnung sowie Existenzgründung und Unternehmensentwicklung.

18.01.2017

Alle Jahre wieder: Bereits zum 11. Mal sucht das City Management Dresden mit Unterstützung der Dresden Marketing GmbH nach Nachwuchskünstlern zur Gestaltung des Begrüßungsgeschenkes für die Erstsemester der HTW und der TU Dresden.

18.01.2017
Lokales Nach Kritik an Holocaust-Gedenken - Anzeige gegen AfD-Politiker Höcke

Der Thüringer AfD-Vorsitzende Björn Höcke hat mit massiver Kritik am Holocaust-Gedenken der Deutschen Empörung ausgelöst. Seine Aussagen könnten nun juristische Konsequenzen nach sich ziehen. Auch ein Richter aus Dresden steht im Kreuzfeuer der Kritik.

19.01.2017
Anzeige