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30-Jähriger soll mehrere Frauen zum Sex gezwungen haben

Missbrauchsprozess 30-Jähriger soll mehrere Frauen zum Sex gezwungen haben

Robert R. hat bei einigen Frauen einen bleibenden Eindruck hinterlassen – allerdings keinen positiven,er hat ihnen übel mitgespielt. „Ich habe Angst vor ihm, weil er so aggressiv war. Ich habe lange gebraucht, bis ich die Sache abgeschlossen hatte, jetzt kommt alles wieder hoch“, weinte eine 23-Jährige vor Gericht.

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Robert R. (l.) mit seinem Anwalt Rolf Franek zur Prozesseröffnung. Der 30-Jährige soll mehrere Frauen vergewaltigt haben

Quelle: Monika Löffler

Dresden. Robert R. hat bei einigen Frauen einen bleibenden Eindruck hinterlassen – allerdings keinen positiven,er hat ihnen übel mitgespielt. „Ich habe Angst vor ihm, weil er so aggressiv war. Ich habe lange gebraucht, bis ich die Sache abgeschlossen hatte, jetzt kommt alles wieder hoch“, weinte gestern eine 23-Jährige. Die junge Frau konnte kaum aussagen.

Robert R. muss sich wegen siebenfacher Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Bedrohung, Beleidigung und Körperverletzung und Freiheitsberaubung vor dem Landgericht verantworten. Zwischen September 2012 und Juli 2015 soll er, so die Anklage, mehrere Frauen in Dresden und Heidenau bedroht, verprügelt und vergewaltigt haben. Das Schema war immer ähnlich: Er baggerte die Frauen beim Chatten im Internet an, traf sich mit ihnen in seiner oder deren Wohnung und forderte Sex. Weigerten sie sich, drohte er mit angeblichen Kumpels von den Hells Angels, die ihren Kindern oder ihrer Familie etwas antun würden, verprügelte oder würgte die Frauen. Eine sperrte er sogar in seiner Wohnung ein. Sein Motto: „Ich kann mit meiner Schlampe machen was ich will.“

Zu den Vorwürfen wollte sich der 30-Jährige gestern nicht äußern, er zog es vor zu schweigen. Robert R. ist kein unbeschriebenes Blatt. So wurde er unter anderem 2012 verurteilt, weil er eine junge Frau, die er ebenfalls im Internet kennenlernt hatte, bedroht und Aktfotos von ihr gefordert hatte. Auch da war ein Rockerclub im Spiel. Er gab sich als Mitglied des Gremium MC aus. Einmal geriet er allerdings beim Chatten im Netz an eine Frau, die sich seine Beleidigungen nicht bieten lies. Gemeinsam mit zwei Freunden vermöbelte sie den Angeklagten und ließ ihn, mit nichts weiter als den Socken bekleidet, in einer kalten Novembernacht am Fetscherplatz stehen. Dafür kassierte sie eine Bewährungsstrafe.

Gelernt hat der Angeklagte aus der Attacke nichts, derzeit sitzt er wegen einer Sexualstraftat in Schwerin im Gefängnis. Sollten sich die Vorwürfe der Dresdner Staatsanwaltschaft bestätigen, könnte es für Robert R. nicht nur um eine weitere Haftstrafe, sondern vielleicht auch um eine Sicherheitsverwahrung gehen. Der Prozess wird fortgesetzt, zunächst sind sieben Verhandlungstage angesetzt.

Von Monika Löffler

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