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29-Jähriger wegen schweren Raubes in Dresden vor Gericht

Überfall im Morgengrauen 29-Jähriger wegen schweren Raubes in Dresden vor Gericht

Den 7. Dezember 2016 wird Matthias W. wohl nicht so schnell vergessen. Der 57-Jährige war am frühen Morgen an der Ecke Wehlener Straße/ Berggießhübler Straße von zwei Männern brutal zusammengeschlagen und beraubt worden. Said E. soll einer der Prügler gewesen sein. Wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung steht der 29-Jährige derzeit vor dem Landgericht.

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Der Prozess wird fortgesetzt.

Quelle: dpa

Dresden. Den 7. Dezember 2016 wird Matthias W. wohl nicht so schnell vergessen. Der 57-Jährige war am frühen Morgen an der Ecke Wehlener Straße/ Berggießhübler Straße von zwei Männern brutal zusammengeschlagen und beraubt worden. Said E. soll einer der Prügler gewesen sein. Wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung steht der 29-jährige Marokkaner derzeit vor dem Landgericht. Sein Kumpan, von dem er nur den Vornamen kennt, ist von der Bildfläche verschwunden, er konnte nicht ermittelt werden.

Und gerade er, so der Angeklagte, sei an allem Schuld gewesen. Der habe das Opfer attackiert, geschlagen und wohl auch dessen Rucksack geklaut. Er selbst habe nur schlichten wollen. Einen Grund für die Prügelei kann er nicht nennen. Er wisse nicht, warum sich die Männer geschlagen hätten. Zudem sei er betrunken gewesen, da er zuvor mit seinem „Freund“ drei Flaschen Wodka getrunken habe.

„Ich hatte richtig Angst“

Einen konkreten Grund für die Attacke findet auch Matthias W. nicht. Der Hausmeister war gegen 4.30 Uhr mit der Straßenbahn zur Arbeit gefahren. In der Bahn waren auch der Angeklagte und sein Kumpan, die sich daneben benahmen. Das Opfer beobachtete wie sie den Nothammer aus der Verankerung rissen und demolierten. Als der Fahrer stoppte und sie darauf ansprach, gaben sie ihn zurück. An der Haltestelle Johannisfriedhof stieg Matthias W. aus, die beiden jungen Männer ebenfalls. Das alles belegen Bilder der Überwachungskamera.

Der 57-Jährige lief in Richtung seiner Firma, hörte plötzlich Rufe und drehte sich um. „Sie kamen hinter mir her, einer hob etwas auf und dann erhielt ich den ersten Schlag“, erinnerte er sich. „Einer schlug mit einem Gegenstand, einem Ast oder Rohr, immer wieder auf meinen Kopf, vielleicht 30 Mal. Was es war, konnte ich wegen der Dunkelheit nicht sehen.“ Er erhielt auch Schläge gegen den Oberkörper und Tritte in die Genitalien. Der 57-Jährige wehrte sich so gut er konnte. „Aber ich hatte schon auf Grund meines Alters keine Chance gegen zwei junge Männer. Ich hatte richtig Angst“

„Ich nehme jetzt einen anderen Weg“

Matthias W. hatte Glück im Unglück, dass zu dieser frühen Stunde ein Auto anhielt, als er auf die Straße lief. Die Angreifer flüchteten. Erst da bemerkte er, dass sein Rucksack weg war, mit privaten Schlüsseln, dem Generalschlüssel der Firma, 30 Euro Bargeld, EC- und Monatskarte und Handy. Das wurde später in der Wohnung des Angeklagten und dessen Kumpan gefunden.

Das Opfer erlitt ein Schädel-Hirntrauma, eine Platzwunde und Hämatome. Die körperlichen Wunden sind verheilt, die psychischen nicht. Der 57-Jährige, eh schon gesundheitlich angeschlagen, leidet extrem unter dem Vorfall, hat Angstzustände und Alpträume. Selbst während der Verhandlung kämpft er mit den Tränen. „Ich habe diesen Ort nie wieder aufgesucht, ich kann’s einfach nicht. Ich nehme jetzt einen anderen Weg zur Arbeit.“

Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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