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Lokales 27 Museen für 29 Euro: Die Dresden Museums Card Plus kommt
Dresden Lokales 27 Museen für 29 Euro: Die Dresden Museums Card Plus kommt
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11:00 23.06.2017
Im Dresdner Residenzschloss sind unter anderem das Münzkabinett und die Rüstkammer der SKD untergebracht. Quelle: Arno Burgi/ dpa
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Dresden

Silvia und Alfred Skrypzak aus Bernburg (Sachsen-Anhalt) sind die ersten Dresden-Touristen, die die neue „Dresden Museums Card Plus“ nutzen können. „Wir haben in der Dresden Information angerufen, und da wurden wir auf dieses Angebot hingewiesen. Das finden wir wirklich toll“, erklärte Silvia Skrypzak. Bei Sahara-Temperaturen sei es keine schlechte Idee, sich in kühlen Museen umzuschauen. Das lässt sich mit der Karte trefflich machen: Ihr Besitzer hat vier Tage lang in 27 Dresdner Museen freien Eintritt. Dafür muss er einmalig 29 Euro zahlen.

„Die Anlaufphase hat zwei Jahre gedauert“, erklärte Lars Knüpfer, Geschäftsführer der Dresden Information. Die Schwierigkeit: Museen in Trägerschaft des Freistaats, der Stadt und verschiedenster Rechtsformen mussten zusammengeführt werden. Dabei sei es zum ersten Mal gelungen, ein Angebot zu entwickeln, das auch den Eintritt in die Einrichtungen des städtischen Museumsverbundes ermöglicht.

„Dresden verfügt über eine museale Vielfalt, die Vergleiche mit München oder Wien zulässt“, erklärte Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke). Mit der Karte könnten sich Touristen die Museumslandschaft erschließen und würden einen enormen Preisvorteil erhalten. „Ich freue mich, dass sich erstmals stadt- und landeseigene Institutionen in einer Vorteilskarte zusammengeschlossen haben“, so Klepsch.

„Dem Besucher ist es egal, wer das Museum betreibt“, erklärte Gisbert Porstmann, Direktor der Museen der Stadt Dresden. „Ich verspreche mir von der Karte einen Marketingeffekt für den großen Verbund unserer kommunalen Museen.“ Dirk Burghardt, kaufmännischer Direktor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, hofft, dass viele Gäste die Einladung zum Museumsbesuch annehmen werden.

Die Dresden Information vertreibt bereits eine Museums Card, die zum Eintritt in Museen der Staatlichen Kunstsammlungen berechtigt. Rund 20 000 Cards werden laut Knüpfer im Jahr verkauft, an die Museums Card Plus hat er ähnliche Erwartungen. „Es wird Verschiebungen geben, aber wir versprechen uns in etwa die gleichen Größenordnungen.“ Flankiert werden soll das Angebot von speziell konzipierten Führungen. „Da gibt es schon die ersten Überlegungen“, so Knüpfer.

Die Stadtverwaltung arbeitet gegenwärtig an einer Vorteilskarte, die alle Dresden-Besucher beim Einchecken im Hotel erhalten sollen. „Das wird aber keine Konkurrenz zur Museums Card Plus“, erklärte Klepsch, „weil die Vorteilskarte auch in anderen Kulturbetrieben wie Theatern und Orchestern zum rabattierten Einritt berechtigen soll.“ Diese Vorteilskarte wird gemeinsam mit der Dresden Information entwickelt und soll zur Eröffnung des Striezelmarktes eingeführt werden.

Die Museums Card Plus gibt es unter anderem in den Filialen der Dresden Information im Quartier Frauenkirche und im Hauptbahnhof und in vielen Hotels. Interessenten können sie auch im Internet auf der Seite www.dresden.de/tourismus kaufen und direkt zu Hause ausdrucken. „Vielleicht entdecken ja nicht nur Touristen, sondern auch Dresdner die Vorzüge der Karte“, so Knüpfer.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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