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Lokales 252 Unfälle auf dem Schulweg in Dresden
Dresden Lokales 252 Unfälle auf dem Schulweg in Dresden
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17:02 15.08.2016
Höchste Gefahr für Schüler auf der Hansastraße. Doch bald geht eine Ampelanlage in Betrieb und sorgt für mehr Sicherheit.  Quelle: Foto: Archiv
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Dresden

 „Die Zahlen sind eindeutig zu hoch. Die Stadt muss mehr tun“, sagt Stadtrat Torsten Schulze (Bündnis 90/Die Grünen). 252 Schülerinnen und Schüler sind in diesem Jahr nach Auskunft der Stadtverwaltung auf dem Weg zur oder von der Schule verunglückt. Dabei werden nur Wegeunfälle erfasst, die mit einem Körperschaden einhergehen, wie die Stadt mitteilte.

Die Zahl der Wegeunfälle schwankt stark. Wurden 2006 noch 482 Fälle registriert, so waren es 2007 nur 348 und 2008 392. Danach stieg die Zahl über 420 (2009) und 427 (2010) auf 452 Fälle im Jahr 2011. Die meisten Unfälle wurden mit 525 im Jahr 2014 gezählt, im vergangenen Jahr waren es 464 Unfälle. „Wir müssen Schritte prüfen, damit diese Zahlen deutlich gesenkt werden können“, fordert Schulze und kündigt an, dass sich die Grünen-Stadtratsfraktion dem Thema intensiv widmen wird.

Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass die Arbeitsgruppe Fußgängersicherheit/Schulwegsicherung in den vergangenen zehn Jahren über 70 Maßnahmen initiiert habe. Außerdem werde bei jeder Straßenbaumaßnahme die Sicherheit der Fußgänger berücksichtigt. In der Arbeitsgruppe seien Mitarbeiter des Straßen- und Tiefbauamtes, des Schulverwaltungsamtes, der Polizeidirektion Dresden und der Verkehrswacht vertreten. Das Gremium tage mindestens einmal im Jahr und berate über Unfallgeschehen, Stand und Umsetzung der Maßnahmeliste, Schulweghelfereinsatz oder neue Erfordernisse wegen Schulneubauten.

In diesem Jahr stünden neun Projekte auf der Liste. Bereits abgearbeitet seien der Bau von sogenannten Gehwegvorstreckungen auf der Rosa-Menzer-Straße an den Knotenpunkten Wittenberger Straße und Wartburgstraße. Diese Vorstreckungen verkürzen den Weg über die Fahrbahn. Sie wurden auch am Knotenpunkt Gehstraße/Konkordienstraße und an der Niederwaldstraße/Glasewaldstraße errichtet, so die Stadtverwaltung. Geplant sind diese Hilfen auch an der Warthaer Straße.

Aktuell im Bau ist laut Stadtverwaltung der bau einer Fußgängerampel auf der Hansastraße in Höhe Bärnsdorfer Straße. Diese Ampel war seit mehreren Jahren vom Elternrat des Pestalozzi-Gymnasiums gefordert worden, wie Elternratsvorsitzender Mario Schubert gegenüber DNN erklärte. „Die Ampel ist notwendig, damit die Kinder, die aus dem Hechtviertel zum Gymnasium gehen, die verkehrsreiche Hansastraße sicher überqueren können.“

Geplant ist der Bau einer Fußgänger-Ampel auf der Königsbrücker Landstraße am Rathausplatz in Weixdorf, auf der Stauffenbergallee soll in Höhe Hartmut-Dost-Straße eine provisorische Mittelinsel errichtet werden. Die Fußgängerführung am Stephanienplatz soll verbessert werden, schließlich wird die östliche Fußgängerfurt über das Carusufer an der Weintraubenstraße ergänzt, so die Stadtverwaltung.

„Wir glauben, dass noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden“, erklärt Schulze und verweist auf das Beispiel Pirnaer Landstraße, wo sich im Juli 2012 an der Haltestelle Kastanienstraße ein tödlicher Unfall ereignet hatte. „In der Unfalldatenbank der Polizeidirektion Dresden wurden nach dem schweren Verkehrsunfall 2012 im Streckenabschnitt zwischen Kastanienstraße und Franz-Latzel-Straße keine Unfälle mit Fußgängern registriert. Der Unfall steht, so schlimm er auch war, als Einzelgeschehen da“, so die Verwaltung.

Dem widerspricht Schulze entschieden. Die betroffene KILALOMA-Schule werde in den nächsten Jahren von 70 auf 120 Schüler wachsen. „Wir müssen deshalb die Frage der Schulwegsicherheit unbedingt noch einmal überdenken“, fordert er.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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