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Lokales 2020 soll das erste stationäre Hospiz Dresdens eröffnen
Dresden Lokales 2020 soll das erste stationäre Hospiz Dresdens eröffnen
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11:00 05.11.2018
Finanzminister Matthias Haß, Pflegedirektorin Andrea Hasselbach, Gesundheitsministerin Barbara Klepsch, Chefärztin Barbara Schubert und Geschäftsführer Peter Pfeiffer gaben den Startschuss für das Bauvorhaben. Quelle: St. Joseph-Stift/ E. Johna
Dresden

„Ich weiß, ich werde sterben. Aber ich lebe bis zum Schluss“. Um diese Einstellung bei sterbenskranken Patienten zu erreichen, geht es nicht ohne ein Hospiz, da ist sich Barbara Schubert, Chefärztin der Fachabteilung für Onkologie, Geriatrie und Palliativmedizin am Dresdner St. Joseph-Stift, sicher.

Dresden ist die einzige Landeshauptstadt in ganz Deutschland, in der es kein stationäres Hospiz gibt. Das soll sich nun ändern. Am Freitag besuchte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) gemeinsam mit Finanzminister Matthias Haß (CDU) das Dresdner Krankenhaus, um den Fördermittelbescheid für das Vorhaben zu überreichen. Mit 444 000 Euro unterstützt der Freistaat Sachsen den Bau des Hospizes. Außerdem steuert die Förderstiftung der Ordensschwestern eine Million Euro bei. Insgesamt sind allerdings rund 2,74 Millionen Euro notwendig. „Für die verbleibenden 1,29 Millionen Euro suchen wir weiterhin nach Unterstützern“, sagt Peter Pfeiffer, Geschäftsführer des katholischen Krankenhauses.

Die Baugrube für das neue Maria-Merkert-Haus an der Ecke Wintergartenstraße/Canalettostraße wird seit dem 1. Oktober vorbereitet. Das Gebäude wird aber nicht nur das Hospiz mit insgesamt zwölf Plätzen beherbergen, sondern auch niedergelassene Ärzte und eine Ladenzeile im Erdgeschoss und eine Tiefgarage im Untergeschoss. In der vierten Etage sollen die Bewohnerzimmer für das Hospiz entstehen.

Wohnlichkeit ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Inneneinrichtung: Viel Holz, viel Grün, Terrassen an jedem Zimmer sowie ein Innenhof sollen ein Abschiednehmen in Würde ermöglichen. Insgesamt steht eine Fläche von rund 900 Quadratmetern zur Verfügung. Auch Angehörige sollen auf Wunsch die Möglichkeit haben, mit im Zimmer auf einem Gästebett zu übernachten. Der überdachte Innenhof und die Wohnküche sind als Orte der Begegnung gedacht.

Eine vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz in Auftrag gegebene Studie ergab, dass es in Dresden einen Bedarf für 13 stationäre Hospizbetten gibt. Die Zahl wird aufgrund der zunehmenden Alterung der Bevölkerung weiter wachsen. Mit zwölf stationären Betten schließt sich jedoch in Dresden zumindest vorerst diese Lücke.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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