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2017/18 wird der Große Garten in Dresden verschönert

Für 4,45 Millionen Euro 2017/18 wird der Große Garten in Dresden verschönert

Carolasee und Neuteich sind entschlammt. Die Kanalkette wird noch bis ins kommende Frühjahr saniert. Der Mosaikbrunnen ist bereits seit diesem Herbst wieder standfest und dicht. Doch damit sind die Bau- und Sanierungsmaßnahmen in Dresdens größtem öffentlichen Park längst nicht abgeschlossen.

Die Marmorgruppe „Die Zeit raubt die Schönheit“ vor dem Palais musste vor Ort gesichert werden, weil die Statik nicht mehr gewährleistet ist.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Carolasee und Neuteich sind entschlammt. Die Kanalkette wird teilweise noch bis ins kommende Frühjahr fertig saniert. Der Mosaikbrunnen ist bereits seit diesem Herbst wieder standfest und dicht. 2017 wird das Schmuckstück erneut in voller Schönheit sprudeln. Doch damit sind die Bau- und Sanierungsmaßnahmen in Dresdens größtem und schönstem öffentlichen Park nicht abgeschlossen, ganz abgesehen von Pflegearbeiten, die den Jahresrhythmus begleiten. Für Erhaltung und Verschönerung des Großen Gartens hat der Freistaat jetzt 4,45 Millionen Euro in den Doppelhaushalt 2017/18 eingestellt. Das sind 1,35 Millionen Euro mehr als im abgelaufenen Haushalt für die Jahre 2015/16. Aber nicht nur der Große Garten wird reichlicher bedacht. Es wird der umfangreichste Doppelhaushalt seit 1990 sein, der voraussichtlich kommende Woche vom Plenum verabschiedet wird.

Wohin fließt nun in Dresdens grüner Lunge das avisierte Geld? Für Besucher am Auffälligsten wird vermutlich die Ausstattung von Haupt- und Querallee mit neuen Lampen sein. Auch die Wege zur Freilichtbühne Junge Garde und im Bereich des Carolaschlösschens sollen die neuen LED-Leuchten erhalten, teilt das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) auf Nachfrage mit. Diskutiert wird schon seit zwei Jahren über die Auswechslung der unansehnlich gealterten DDR-Laternen. Ab Frühjahr 2017 soll es jetzt losgehen. Statt der 176 Lampen im 1960er-Jahre-Stil werden künftig laut SIB rund 120 Leuchten in „moderner, zurückhaltend sachlicher Gestaltung“ die Gartenanlage erhellen. Kostenpunkt: 1,15 Millionen Euro.

Hohe Priorität hat auch die kontinuierliche Sicherung der Marmor- und Sandsteinskulpturen im Großen Garten. Das bedeutet Schutzmaßnahmen und entsprechend des Gefährdungsgrades Restaurierungen bzw. die Anfertigung von Kopien. Einer der sensibelsten Kandidaten ist die berühmte Marmorgruppe des italienischen Bildhauers Pietro Balestra „Die Zeit raubt die Schönheit“. Um die Rettung der Plastik auf dem Schmuckplatz vor dem Palais wird schon länger gerungen. Wie das SIB informiert, ist die Statik nicht mehr gewährleistet, so dass die Gruppe vor Ort gesichert werden musste. Künftig soll eine Kopie ihren Platz einnehmen und das Original eingelagert oder an geschütztem Ort aufgestellt werden. Genaue Festlegungen gibt es noch nicht, so SIB-Sprecherin Andrea Krieger. Insgesamt 1,2 Millionen Euro stehen bis 2018 für die Skulpturen zur Verfügung.

Weitere 1,5 Millionen Euro fließen in den nächsten beiden Jahren in die Instandhaltung der Gebäude wie Palais, Kavaliershäuser, Freilichtbühne sowie in Puppenbühne, Parktheater, Parkeisenbahn, Wege und Freiflächen. Unabhängig davon wird die Freilichtbühne derzeit hochwassersicher gemacht. Eine Hebeanlage soll künftig Niederschlagswasser aus dem Zuschauerbereich in das öffentliche Leitungsnetz pumpen. Die Gebäudeanschlüsse erhalten Rückstauklappen, informierte das SIB. Dieses Projekt läuft voraussichtlich noch bis zum Frühjahr.

Auf 600 000 Euro aus dem Doppelhaushalt kann sich die Gartenmeisterei freuen. Geplant ist ein Neubau, der Gärtnerei, Gewächshaus, Werkstätten, Technik-, Sozial- und Verwaltungsbereich vereint. Damit wird sich ab Januar des neuen Jahres auch Michael Methner, der neue Gartenmeister der Anlage auseinandersetzen. Darüber informierte die Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen (SBG) gGmbH die DNN. Bereits in diesen Tagen strukturiert das Unternehmen seinen gesamten Bereich Gärten um. Die Leitung von 15 Gartenanlagen in Sachsen erfolgt in Kürze vom Großen Garten in Dresden aus. In einem Kavaliershaus am Palais koordinieren künftig acht Mitarbeiter die operative Pflege in Sachsens Gartenanlagen. Das erklärte Bereichsleiter Frithjof Pitzschel. Insgesamt seien in den Schlösserland-Gärten rund 70 Mitarbeiter beschäftigt. Umzug und Einrichtung der neuen Stabsstelle stehen unmittelbar bevor.

Von Genia Bleier

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