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Lokales 20 neue Dieselbusse für die DVB
Dresden Lokales 20 neue Dieselbusse für die DVB
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18:22 09.02.2017
Vor der Semperoper präsentierten die DVB ihre neue Flotte. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) setzen weiter auf Verjüngung. Ab Montag kommen 20 neue Dieselbusse im Liniendienst erstmals zum Einsatz. Dafür werden genauso viele ältere Modelle, die alle schon länger als acht Jahre fahren, ausrangiert. Von den 20 neuen Bussen sind zwölf vom Typ CapaCity, einem vierachsigen Gelenkwagen von der Mercedes-Tochter Evobus, in dem 107 Personen befördert werden können – das sind im Vergleich mit den alten Gelenkbussen 16 Fahrgäste mehr. Und auch die acht neuen MAN-Busse bieten mehr Platz: Sie können sogar 33 Gäste mehr als die ausrangierten Standardbusse mitnehmen. Eingesetzt werden die neuen Busse auf den Linien 61, 62, 63 und 64. So reagieren die DVB auf das kontinuierlich steigende Fahrgastaufkommen.

Die DVB haben am Donnerstag 20 neue Dieselbusse präsentiert. Eingesetzt werden sie ab Montag auf den Linien 61, 62, 63 und 64. Hier sind Fotos von der neuen Flotte.

Der Platz allein ist aber nicht das schlagende Argument, warum man bei den Verkehrsbetrieben von den Neuzugängen so überzeugt ist. Es ist vielmehr die Umwelt-Bilanz. Die Busse - beide Modelle mit der Schadstoffklasse „Euro 6“ - haben nämlich dank moderner Technik den gleichen Schadstoffausstoß wie ein einzelner PKW aus derselben Schadstoffklasse.

Problematisch könnten an den CapaCity-Dieselbussen aber die 1,7 Meter sein, die sie in engen Kurven ausschwenken. „Sie sind zwar mit 21 Metern deutlich länger und schwenken fast einen Meter weiter aus als die älteren Busse, aber grundsätzlich fahren sie sich eigentlich fast gleich“, meint einer der Busfahrer, die die vierachsigen Modelle aus Mannheim nach Dresden gefahren haben. „Das Ausschwenken ist letztendlich auch nur eine Gewohnheitssache, alles in allem ist es ein schönes Fahren.“

Erst im vergangenen Jahr kamen 40 neue Dieselbusse zur Flotte der DVB hinzu. „Wir haben jetzt also 60 hochmoderne Modelle, das entspricht  fast der Hälfte unserer täglich zum Einsatz kommenden 145 Busse“, erklärt DVB-Vorstand Lars Seiffert. Die 20 neuen Busse in diesem Jahr haben zusammen 7,3 Millionen Euro gekostet, rund 1,7 Millionen steuerte der Freistaat an Fördermitteln bei. „Im nächsten Jahr sind aber keine weiteren neuen Busse zu erwarten“, so Seiffert weiter.

So richtet man bei den DVB den Blick in die etwas langfristigere Zukunft – und die heißt Elektromobilität. Bisher zählt ein Elektro-Bus zum Fuhrpark der DVB, warum man jetzt noch überhaupt auf Diesel-Modelle setzt? „Es lohnt sich einfach viel mehr“, antwortet Vorstand Andreas Hemmersbach. „Auf der einen Seite stehen natürlich die niedrigen Benzin-Preise, auf der anderen aber auch eben die gute Umwelt-Bilanz.“ So könne man in aller Ruhe die technologischen Entwicklungen beobachten. „Denn auf Basis des derzeitigen Stands könnten wir noch nicht komplett auf Elektromobilität umstellen. Für die nächste Generation könnte das aber eine Möglichkeit werden“, so Seiffert.

Und neben der E-Mobility hat sich die DVB noch ein weitere große Erneuerung vorgenommen: Ab 2020 will man breitere Stadtbahnfahrzeuge mit größerer Kapazität für noch mehr Fahrgäste beschaffen.

Von August Modersohn

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