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20-Jähriger prügelt, klaut, randaliert und pullert mal einfach so ins Weinregal

Vor Gericht 20-Jähriger prügelt, klaut, randaliert und pullert mal einfach so ins Weinregal

Mohamed H. ist wahrlich kein Kind von Traurigkeit, der 20-Jährige hat es richtig krachen lassen, deshalb sitzt er nun auf der Anklagebank des Amtsgerichts. Wieder einmal, zuletzt war er im November vergangenen Jahres verurteilt worden. Daraus gelernt hat er nichts, der junge Mann ist wohl beratungsresistent.

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Quelle: dpa

Dresden. Mohamed H. ist wahrlich kein Kind von Traurigkeit, der 20-Jährige hat es richtig krachen lassen, deshalb sitzt er nun auf der Anklagebank des Amtsgerichts. Wieder einmal, zuletzt war er im November vergangenen Jahres verurteilt worden. Daraus gelernt hat er nichts, der junge Mann ist wohl beratungsresistent. Sechs Anklagen verlas gestern der Staatsanwalt – Mohamed H. hat wirklich nicht viel ausgelassen, da war einiges zusammengekommen: gefährliche Körperverletzung, räuberische Erpressung, Diebstahl, Nötigung, Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Drogenbesitz. Der Angeklagte lebte nach dem Motto: „Was ich haben will, nehme ich mir einfach“. Hatten die eigentlichen Eigentümer etwas dagegen, setzte es Prügel. Mohamed H. schlug wahllos auf alles ein – auf Fahrgäste in Straßenbahnen, auf Ladendetektive, ihm völlig unbekannte Leute, selbst auf Polizeibeamte. Immer mit dabei, ein paar Kumpels, die ihn im Notfall raushauten.

Der junge Syrer hat einigen Leuten einen Schrecken eingejagt: Einem jungen Studenten zum Beispiel, der in einer Straßenbahn plötzlich von Mohamed H. und seinen Kumpels eingekesselt wurde, die ihm das Handy und Bargeld abnahmen. Oder einem Ingenieur, der ebenfalls in einer Straßenbahn einschritt, als die Truppe um den Angeklagten eine Prügelei anfing und ein Ehepaar attackierte. Der 30-Jährige erhielt sofort Faustschläge ins Gesicht. Auch dem Mitarbeiter eines indischen Imbiss in der Neustadt kam seine Zivilcourage teuer zu stehen. Als der Mann einem Passanten helfen wollte, der vor seinem Laden verprügelt wurde, beleidigte der Angeklagte dessen Gäste und demolierte das Mobilar, danach wurde er von der krakelenden Truppe um Mohamed H. zusammengeschlagen und getreten. Vier Wochen war der Mann krank.

Alle Zeugen beschrieben den Angeklagten als sehr angriffslustig. „Da war sehr viel Aggressivität zu spüren“, sagte der Ingenieur aus der Bahn. Das hatte auch ein Ladendetektiv im Konsum auf der Pragerstraße bemerkt. „Der fiel schon auf, als er in das Geschäft kam, weil er so auffällig war, rumhampelte und sich irgendwie selbst feierte,“ erzählte der Security-Mitarbeiter. Als er einschritt, weil Mohamed H. mal eben so in ein Weinregal urinierte, erhielte er Fußtritte in den Bauch erhielt. Da war der 20-Jährige etwas angetüdert und stand vielleicht auch unter Drogen. Die nimmt der junge Mann seit Jahren, selbst im Gefängnis wurde er zweimal erwischt, als er Haschisch im Mund in seine Zelle schmuggeln wollte.

Der Angeklagte räumte die Vorwürfe mit Ausnahme eines Wohnungseinbruchsdiebstahls ein. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm zudem vorgeworfen, im August vergangenen Jahres in eine Erdgeschosswohnung auf der Jordanstraße eingestiegen zu sein. Als die Inhaberin, Geräusche bemerkte und ins Wohnzimmer kam, sei er mit ihrem Handy abgehauen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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