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2,8 Millionen Euro sollen Pirnaische Vorstadt und Johannstadt attraktiver machen

EFRE-Fördermittel für Dresden 2,8 Millionen Euro sollen Pirnaische Vorstadt und Johannstadt attraktiver machen

Barockes Zeitzeugnis, Schandfleck und Unsicherheitsfaktor zugleich: Das Torhaus Lingnerallee am östlichen Ende der Skater-Anlage hat bessere Tage gesehen. Das soll sich jetzt ändern.

Innenminister Markus Ulbig (l.) übergab den Bescheid an Detlef Sittel. Im Hintergrund ist das Torhaus zu sehen, das dank der Mittel hergerichtet wird.
 

Quelle: Christin Grödel

Dresden.  Barockes Zeitzeugnis, Schandfleck und Unsicherheitsfaktor zugleich: Das Torhaus Lingnerallee am östlichen Ende der Skater-Anlage hat bessere Tage gesehen. Die Fassade ist mit Graffiti beschmiert, die Zugänglichkeit durch einen Zaun behindert. Aber das soll sich jetzt ändern. „Wir wollen das Torhaus nicht nur sanieren, sondern auch einer Funktion zuführen“, kündigt Hans-Martin Pfohl vom Stadtplanungsamt an. Die Idee: Aus dem Objekt soll eine Ausleihe für alle möglichen Skater-Utensilien werden. Und auch eine barrierefreie Toilette soll darin Platz finden. Möglich macht das ein Förderbescheid, den Innenminister Markus Ulbig am Donnerstag an den Ersten Bürgermeister der Stadt, Detlef Sittel (beide CDU), überreicht hat.

2,8 Millionen Euro fließen aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) an die Stadt. Und dieses Geld wird nicht nur für die Herrichtung des Torhauses verwendet, sondern soll die Pirnaische Vorstadt und die Johannstadt generell attraktiver und lebenswerter machen. „In diesem Stadtgebiet wird es künftig unter anderem mehr Grünflächen und Spielmöglichkeiten für Kinder geben“, fasst es Ulbig zusammen.

Konkret bedeutet das auch, dass der Blüherpark insgesamt von der Förderung profitiert. So soll laut Pfohl die Radverkehrssituation verbessert werden und die Parklandschaft neu hergerichtet werden. Mehr Grün soll künftig im Blüherpark Nord und Lingnerallee/Herkulesallee zu sehen sein. Das übergeordnete Ziel: die Reduzierung des CO 2-Ausstoßes – ein wesentlicher Fördergrund in den EFRE-Reihen.

Darauf zielt auch der nächste Teil des Maßnahmenkataloges ab: die Verkehrsberuhigung der Dürerstraße. „Die Straße mutet momentan wie eine Hauptverkehrsachse an, aber das ist sie nicht“, so Stadtplaner Pfohl. Grund ist die Überdimensionierung. Von derzeit zwölf Meter Breite soll sie auf die Hälfte verschmälert werden. Auch hier steht zudem die Verbesserung des Radverkehrs auf dem Programm, zudem sollen die Parkplätze anders angeordnet und Bäume gepflanzt werden. Ein Grünkorridor zwischen Rathenauplatz und Fetscherplatz sowie die Weiterentwicklung des Aktivspielplatzes Johannstadt runden das Förderpaket ab.

Wann genau mit der Umsetzung der Planungen begonnen werden kann, steht derzeit noch nicht fest. „In diesem Jahr wird es sicher noch keine Ausleihe im Torhaus geben“, sagt Pfohl. Dafür gebe es noch zu viele offene Fragen, etwa zu den Betreibern des künftigen Angebots. Zu unsicher seien zudem Planungen und Ausschreibungsfristen. 2018 sei aber ein realistisches Ziel.

Die Stadt nimmt seit dem Jahr 2000 am Programm „Nachhaltige Stadtentwicklung“ teil, das mit EFRE-Mitteln gefördert wird. In die wirtschaftliche und soziale Belebung der Gebiete Weißeritz (2000 bis 2006), Leipziger Vorstadt/Pieschen (2000 bis 2006), Dresden West/Friedrichstadt (2007 bis 2013) und Nördliche Vorstadt Dresden (2007 bis 2013) hat die Stadtverwaltung seitdem etwa 36 Millionen Euroinvestiert und rund 27 Millionen Euro Fördermittel der EU eingesetzt. Nun sind die Pirnaische Vorstadt und die Johannstadt an der Reihe.

Von Christin Grödel

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