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2 000. Kind experimentiert im Kinderlabor der TU Dresden

Farbenfrohe Gebräue und explodierendes Backpulver 2 000. Kind experimentiert im Kinderlabor der TU Dresden

Seit 10 Jahren bringen Chemie-Studenten Grundschulkinder mit Experimenten an der TU zum Staunen. Am Mittwochvormittag hat Organisator und Lebensmittelchemiker Uwe Schwarzenbolz der 10-jährigen Josi Bohn als 2000. Teilnehmerin einen Experimentierkoffer überreicht.

Kinderlabor-Organisator Uwe Schwarzenbolz und der 2 000. Chemiker-Nachwuchs Josefine Bohn experimentieren mit Rotkohlsaft.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Seit 10 Jahren bringen Chemie-Studenten Grundschulkinder mit Experimenten an der TU zum Staunen. Am Mittwochvormittag hat Organisator und Lebensmittelchemiker Uwe Schwarzenbolz der 10-jährigen Josi Bohn als 2000. Teilnehmerin einen Experimentierkoffer überreicht.

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Seit 10 Jahren können sich Nachwuchschemiker im Kinderlabor der TU Dresden ausprobieren.

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Seit 2007 findet das Kinderlabor in den Chemieräumen der Universität regelmäßig in den Sommer- und Winterferien statt. Rund 180 Kinder nehmen jedes Halbjahr in dem zweiwöchigen Ferienkurs teil. „Am spannendsten finden die kleinen Chemiker den Backpulver-Vulkan und den Regenbogen, den wir aus verschiedenen Rotkohlsaft-Gemischen mixen“, sagt Schwarzenbolz.

Das Kinderlabor hat in den letzen 10 Jahren auch schon „richtige“ Chemiker hervorgebracht. Hendrik Schulze, Ann-Sophie Paschke und Alexander Fischer studieren mittlerweile im vierten Semester an der TU Chemie auf Lehramt und Lebensmittelchemie. Ihr Interesse für Materie, verschiedenste Stoffe und Gebräue wurde 2007 im Kinderlabor geweckt. Sie gehörten damals zu den ersten Teilnehmern. „Besonders faszinierend fand ich ein Getränke, das im Dunkeln leuchtete“, sagt Paschke. Heute weiß die Studentin, dass Fluoreszenz zugemischt wurde.

Tradition ist, dass Studenten der höheren Semester in der Vorlesungsfreien Zeit den Chemiker-Nachwuchs im Grundschulalter betreuen.

Die Lebensmittelchemie-Studentin Teresa Strunk ist zum zweiten Mal als Betreuerin dabei und zeigt der 9-jährigen Luisa und ihrer 10-jährigen Freundin Josi wie man durch die Änderung des pH-Werts von Rotkohlsaft, zum Beispiel durch Waschmittel, eine neue Farbe erhält. „Ich mach das immer in den Ferien und lerne jedes mal etwas neues“, sagt Luisa. „Heute habe ich mit Milch eine Geheimschrift hergestellt, die erst sichtbar wird, wenn man mit dem Bügeleisen über das Papier geht“.

Zwei Wochen lang experimentieren die Kinder zwischen 10 und 14 Uhr in den Räumen auf dem Campus. Die betreuenden Studenten lassen sich jedes Jahr unterschiedliche Experimente einfallen, um die Kinder für Chemie zu begeistern. So gab es zum Erstaunen der kleinen Chemiker auch schon einmal grünen Ketchup zum Mittagessen, der mit spezieller Lebensmittelfarbe gefärbt wurde.

Ab Mitte November können sich interessierte Kinder im Netz unter www.ku-dresden.de für das Kinderlabor in den Winterferien anmelden.

Von Tomke Giedigkeit

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