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Lokales 19 Dresdner Juristinnen und Juristen stehen auf der Liste der Top-Anwälte
Dresden Lokales 19 Dresdner Juristinnen und Juristen stehen auf der Liste der Top-Anwälte
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09:34 27.10.2016
Das Nachrichtenmagazin Focus legt in einer Spezialausgabe für Oktober/November jedes Jahr eine Liste mit mehr als 600 Top-Rechtsanwälten in ganz Deutschland vor. Quelle: dpa
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Dresden

Das Nachrichtenmagazin Focus legt in einer Spezialausgabe für Oktober/November jedes Jahr eine Liste mit mehr als 600 Top-Rechtsanwälten in ganz Deutschland vor – in diesem Jahr befinden sich darunter acht Rechtsanwältinnen und elf Rechtsanwälte aus der Landeshauptstadt Dresden. Die Top-Anwälte werden laut Focus in einem aufwendigen Verfahren ermittelt. Dabei wurden unter anderem in Zusammenarbeit mit den Rechtsanwaltskammern ausgewählte Rechtsanwälte gefragt, welche Kollegen sie für welches Rechtsgebiet empfehlen würden.

Thomas Börger Quelle: Anja Schneider

Thomas Börger und Matthias Herberg von der Kanzlei „Kucklick Wilhelm Börger Wolf & Söllner“ finden sich neben 17 anderen Dresdner Kolleginnen und Kollegen auf der Liste wieder. „Dass es so viele Top-Anwälte in Dresden gibt, ist ein Beleg dafür, dass in dieser Stadt viel Qualität vorhanden ist“, sagt Börger. „Dresden ist ein Standort für gute Rechtspflege, hier gibt es gebündelt juristische Qualität.“ Was sicher auch damit zu erklären sei, dass Dresden Sitz eines Oberlandesgerichtes ist, so Herberg.

Spätestens nach der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 sei für ihn, den gebürtigen Essener, klar gewesen: „Ich gehe in die neuen Bundesländer. Das ist eine einmalige Chance“, erklärt Börger. Ein halbes Jahr lang habe er sich Städte im Osten angeschaut, dann sei die Entscheidung für Dresden gefallen. „Die Stadt ist schön, die Leute sind hilfsbereit und freundlich. Dresden war die richtige Wahl“, so der Jurist.

Sein Kollege Herberg, gebürtiger Sauerländer, kam 1997 nach Dresden. Er hatte sich auf eine Stellenanzeige der Kanzlei beworben. „Das war meine erste und einzige Bewerbung. Weitere habe ich nicht geschrieben. Dresden lässt einen nicht mehr los“, sagt der Jurist. Er habe dann für sich ein Thema gesucht und mit dem Sozialrecht eine Nische gefunden, die er habe ausbauen können. „Die ersten Jahre ging es sehr viel um die Rentenumstellung. Das Sozialrecht ist geprägt von immer neuen Gesetzen und Gesetzesänderungen“, erklärt Herberg seine Wahl.

„Familienrecht ist ein hochemotionales Feld“, sagt Börger. Ein guter Familienrechtler entspreche nicht dem klassischen Bild eines Anwalts, der alles für seinen Mandanten herausholen wolle. „Wenn mir eine Frau oder ein Mann sagen, ich solle ihre frühere Partnerin oder ihren früheren Partner so richtig fertig machen, dann lehne ich das Mandat ab. Es geht um vernünftige Lösungen. Da ist man nicht nur als Jurist, sondern auch als Psychologe gefragt“, so Börger. Ein großer Anteil seiner Arbeit sei Konfliktbewältigung. „Familienrecht lebt. Die Fälle sind vielfach nicht abgeschlossen.“

Was zeichnet einen Top-Anwalt aus? „Man muss seinen Beruf mögen“, sagt Börger. „Wir arbeiten mit Menschen. Man muss Freude daran haben, mit Menschen umzugehen, Spaß haben an Kommunikation“, findet Herberg. Hat es Vorteile, auf der Liste der Top-Anwälte zu stehen? Es gebe durchaus Mandanten, die sich ihren Anwalt nach einem Blick auf die Liste auswählen, sagt Börger. „Natürlich freue ich mich auch persönlich über eine solche Auszeichnung.“ Die Sorge, man könne sich einen Top-Anwalt nicht leisten, sei unbegründet, sagt Herberg. „Das ist durch die Gebührenordnung für Rechtsanwälte geregelt.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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