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1800 Unterschriften für Ehninger-Aufruf – Kritik von rechts und links

„Was uns eint“ 1800 Unterschriften für Ehninger-Aufruf – Kritik von rechts und links

Bereits rund 1800 Menschen haben den Dresdner Aufruf „Was uns eint“ unterzeichnet. Das teilte die Cellex-Stiftung, die die dazugehörige Kampagne „Dresden.Respekt“ koordiniert, jetzt mit. Unter anderem sind Vertreter von fast allen Parteien, darunter auch Saschens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), mit dabei.

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Bereits rund 1800 Menschen haben den Dresdner Aufruf „Was uns eint“ unterzeichnet.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Bereits rund 1800 Menschen haben den Dresdner Aufruf „Was uns eint“ unterzeichnet. Das teilte die Cellex-Stiftung, die die dazugehörige Kampagne „Dresden.Respekt“ koordiniert, jetzt mit. Neben Vertretern von fast allen Parteien, darunter auch Saschens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), finden sich zahlreiche Kultur- und Bildungseinrichtungen auf der Liste der Unterstützer, Vertreter aus der Wirtschaft aber auch viele weitere Bürger, hieß es. Das Feedback sei fast durchgehend positiv.

Allerdings gibt es auch Kritik: So bemängelt die AfD, dass ihrer Meinung nach „maßgebliche Teile der Zivilgesellschaft ausgegrenzt und diskriminiert werden“, so Stadtrat Stefan Vogel. Vor allem stößt sich die AfD daran, dass der Stadtrat mit großer Mehrheit Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) ein Budget für künftige Veranstaltungen im Rahmen von „Dresden.Respekt“ bewilligt hat.

Neben der AfD sind es vor allem linke Gruppen, die den Aufruf kritisieren. So kritisieren „Dresden Nazifrei“, die Gruppe „Nope“ sowie die „ Undogmatische Radikale Antifa Dresden“ (URA Dresden) in einer gemeinsamen Mitteilung, dass diejenigen außen vor gelassen werden, die sich in Dresden aktiv gegen Rassisten engagieren. „Nach all den Monaten unseres Protests, ist es eine Farce, uns und den wöchentlichen Demonstranten gegenüber, keine Erwähnung, kein Gesprächsangebot und keinen Platz in diesem Vorgang zu erhalten.“, so Kim Schubert, Sprecherin von Nope.

Zudem sei der Aufruf zu unkritisch. Er beinhalte lediglich selbstverständliches und verschweige die Probleme in Dresden. „Wir hoffen, dass es nicht bei einem erneuten Versuch bleibt, den Ruf der Stadt durch hübsche Worte zu polieren. Dresdens Ansehen ist zu recht im Eimer“, sagt Franziska Fehst, Sprecherin von Dresden Nazifrei. In Dresden sei Rassismus alltäglich. Doch erst, als diese Bilder am 3. Oktober bundesweit bekannt wurden, habe sich etwas getan.

Der Dresdner Medizin-Professor Gerhard Ehninger hatte nach den Bildern des 3. Oktober zahlreiche Vertreter der Dresdner Zivilgesellschaft an einen Tisch geholt, um den Aufruf „Was uns eint“ zu verfassen. Der Aufruf, der die Würde des Menschen und einen toleranten und respektvollen Umgang miteinander in den Mittelpunkt stellt, soll eine Art „Geschäftsgrundlage“ für künftige Diskussionen in der Stadt werden, hofft Oberbürgermeister Hilbert. Die ersten Termine unter dem Motto „Dresden.Respekt“ sollen in der kommenden Woche bekannt gegeben werden.

Von S. Lohse

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