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156 Millionen Passagiere in Dresden – DVB mit Fahrgastrekord

Neue Bestmarke 156 Millionen Passagiere in Dresden – DVB mit Fahrgastrekord

2016 ist für die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) das erwartete Rekordjahr geworden. Sie haben rund 156 Millionen Fahrgäste transportiert. Das sind so viele wie noch nie, wie die Vorstände Andreas Hemmersbach und Lars Seiffert bekanntgegeben haben.

Die Beschaffung von neuen Bahnen mit einem verbreiterten Wagenkasten (2,65 Meter statt 2,30 Meter) wird vorbereitet. Die ersten Neufahrzeuge werden Ende 2020 erwartet, bis dahin bleibt es bei den 185 Fahrzeugen, von denen 166 Niederflurstadtbahnwagen und 19 Tatra-Triebwagen sind.

Quelle: Archiv

Dresden. 2016 ist für die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) das erwartete Rekordjahr geworden. Wie im Dezember prognostiziert (DNN berichteten) haben die DVB rund 156 Millionen Fahrgäste transportiert. Das sind 2,6 Millionen mehr als 2015 und damit so viele wie noch nie, wie die Vorstände Andreas Hemmersbach und Lars Seiffert beim Neujahrsempfang des städtischen Unternehmens am Mittwochabend im Dresdner Hauptbahnhof bekanntgegeben haben.

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Die Dresdner Verkehrsbetriebe sind aus Dresden nicht wegzudenken. Auch 2016 haben die DVB für allerhand Rekorde und Staunen gesorgt. Wir fassen einige der Zahlen zusammen!

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Fahrgastrekord – Was bedeutet das?

Dass jeder Dresdner mehr als 250 Mal pro Jahr in eine Straßenbahn oder einen Bus einsteigt. An Werktagen werden mehr als 500 000 Fahrten registriert. Am meisten Passagiere nutzen die Straßenbahnlinien 7 (51 900), 11 (37 300) und 3 (37 100) an den Werktagen. Bei den Buslinien führen die 61 (32 500), 62 (23 500) und 66 (18 900) die Top Drei an. Auf die Finanzen der DVB hat die Nachfrage erfreuliche Auswirkungen. Die Umsätze liegen bei rund 137 Millionen Euro und damit zwei Millionen über dem Vorjahreswert. Mit einem Kostendeckungsgrad von 80 Prozent liegen die Verkehrsbetriebe im bundesweiten Vergleich in der Spitzengruppe, jubeln die DVB. Auch die Fahrgäste seien zufrieden. Laut ÖPNV-Kundenbarometer 2016 können deutschlandweit nur die Stadtwerke Münster eine größere Kundenzufriedenheit vorweisen.

Wie sieht es mit den Investitionen aus?

Auch sie lagen im abgelaufenen Jahr mit 39,4 Millionen deutlich höher als 2015, und zwar um genau 11,1 Millionen Euro. Das meiste haben die DVB in 21 neue Gelenkbusse gesteckt. Große Bauvorhaben hat man im vergangenen Jahr nicht begonnen. Wegen „ausstehender Baugenehmigungen“, wie es etwas säuerlich heißt. Dafür konnte mit der Verlegung neuer Gleise auf der Albertbrücke eine Mammutbaustelle beendet werden. Wichtige Reparaturen im Gleisnetz gab es auf der Bodenbacher Straße (420 Meter neues Gleis), an der Kreuzung Weißeritzstraße und Jahnstraße (Erneuerung
Weichenanlagen) und der Gleisschleife Prohlis (280 Meter Gleis- und Weichentausch).

Und was ist 2017 geplant?

Das Großvorhaben „Stadtbahn Dresden 2020“ beginnt mit einer etwa 1200 Meter langen Gleisbaustelle auf der Oskarstraße ab dem 1. März. Die Kosten werden auf etwa 14,7 Millionen Euro geschätzt, die Bauzeit auf ein Jahr. Außerdem sind die DVB am Ausbau der Wehlener Straße beteiligt, der ab Mitte April beginnen soll. Bis Ende November soll auch die neue Gleisschleife vor dem Gymnasium Tolkewitz fertig sein. Alle weiteren Großprojekte sind unsicher, da die notwendigen Baugenehmigungen noch fehlen.

Welche Vorhaben sind betroffen?

Das gilt für den eigentlich ab Herbst geplanten Ausbau der Haltestelle „Tharandter Straße“ auf der unteren Kesselsdorfer Straße, der ebenfalls zum Stadtbahn-2020-Vorhaben gehört. Ebenso unsicher ist der von August bis Dezember geplante barrierefreie Umbau der Haltestelle „Hugo-Bürkner-Straße“ einschließlich des Gleisdreiecks. Im Herbst soll am Abzweig Infineon-Süd eine neue Gleisschleife entstehen, die als Ersatz für die Schleife am Diebsteig gedacht ist – wenn dafür erforderliche Genehmigungen vorliegen. Aus Denkmalschutzgründen wird immer noch über den dringend nötigen Ausbau der Bautzner Straße zwischen Glacisstraße und Rothenburger Straße diskutiert. Wegen fehlender Baugenehmigungen müsse derzeit „streckenweise auf Verschleiß gefahren werden“, kritisieren die DVB.

Wann kommen eigentlich die für den Sommer 2016 angekündigten neuen Fahrkartenautomaten?

Die ersten sollen noch bis zum Frühjahr aufgestellt werden. Verzögerungen hat es vor allem wegen Problemen bei der Programmierung einer für Dresden passenden Software gegeben. Weitere Verzögerungen sind möglich. Die 150 Automaten wollen die DVB erst austauschen, nachdem sie alle Funktionen intensiv getestet hat.

Wie ist der Stand bei den Jobtickets?

Aktuell bieten 105 Arbeitgeber ihren Mitarbeitern das vergünstigte Jobticket der DVB an, fünf mehr als 2015. Derzeit nutzen etwa 15 900 Arbeitnehmer ein Jobticket, womit man fast das im Luftreinhalteplan der Stadt formulierte Ziel von 16 000 Jobtickets erreicht hat. Zu den intensivsten Nutzern gehören die Mitarbeiter von Infineon, Uniklinik, Sparkasse, Stadtverwaltung und den sächsischen Ministerien.

Wie geht es weiter mit der elektronischen Fahrkarte?

Seit 1. Januar haben alle 110 000 Abokunden der DVB eine elektronische Fahrkarte. Perspektivisch denkt man bei den Verkehrsbetrieben jedoch daran, auch das Semesterticket auf Checkkartenformat umzustellen und andere Angebote wie Car-Sharing- oder Fahrradverleih-Systeme einzubeziehen.

Wie sieht der Zustand des Fuhrparks aus?

Bei den Bussen: sehr gut. Die DVB verfügen derzeit über 148 Busse, darunter 18 Hybridbusse, ein Elektrobus und ein überlanger Gelenkbus. Der 21 Meter lange „Capacity“ wurde seit Ende Oktober stundenweise auf der Linie 62 erprobt. Seit Montag ist er ganztägig auf der „62“ unterwegs, die Anschaffung weiterer elf Maxibusse ist noch in diesem Monat geplant. Außerdem werden bis Februar neun Diesel-Gelenkbusse in den Dienst gestellt. Dafür werden 20 alte Busse ausgemustert, das Durchschnittsalter der Flotte wird dann 4,8 Jahre betragen.

Und bei den Straßenbahnen?

Es dauert noch mit Neuanschaffungen. Die Beschaffung von neuen Bahnen mit einem verbreiterten Wagenkasten (2,65 Meter statt 2,30 Meter) wird vorbereitet. Die ersten Neufahrzeuge werden Ende 2020 erwartet, bis dahin bleibt es bei den 185 Fahrzeugen, von denen 166 Niederflurstadtbahnwagen und 19 Tatra-Triebwagen sind.

Von Uwe Hofmann

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