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Lokales 150 Dresdner demonstrieren gegen homophobe Kundgebung
Dresden Lokales 150 Dresdner demonstrieren gegen homophobe Kundgebung
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11:42 15.09.2017
Rund 150 Menschen haben am Donnerstagnachmittag mit dem CSD Dresden gegen eine homophobe Kundgebung auf dem Neumarkt protestiert.  Quelle: Stephan Lohse
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Dresden

 Rund 150 Menschen haben am Donnerstagnachmittag mit dem CSD Dresden gegen eine homophobe Kundgebung auf dem Neumarkt protestiert. Mit Musik und vielen Regenbogenflaggen setzten sie ein Zeichen gegen die sogenannte „Demo für alle“, eine österreichische Bustour, die gegen die Rechte Homosexueller kämpft.

In Dresden durfte der Bus der Homo-Gegner direkt vor dem Luther-Denkmal auffahren. Die Argumente der Redner waren vor rund 70 Zuhörern schnell geklärt: Die Ehe dürfe nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden, Kinder dürften nur von Vater und Mutter aufgezogen werden, homosexuelle Eltern seien unnatürlich. Nachfragen, warum sich die Aktivisten persönlich von der Homo-Ehe gestört fühlten, und warum zwei Mütter denn nun schlechter seien als ein Leben im Kinderheim, blieben unbeantwortet. Zeitweise wurde der Bundestagsbeschluss der „Ehe für alle“ mit „Zensur“ und dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz in Zusammenhang gebracht.

Rund 150 Menschen haben am Donnerstagnachmittag mit dem CSD Dresden gegen eine homophobe Kundgebung auf dem Neumarkt protestiert.

Stattdessen wurde wortreich über andere Stationen der Tour berichtet, wo der Bus offenbar deutlich weniger willkommen war als in Dresden. Störungen hatten die Österreicher hier nicht zu befürchten, die vom CSD Dresden angemeldete Gegenkundgebung wurde in die Moritzgasse wegbauflagt. Zwar schafften es trotzdem einige Kritiker der Kundgebung vor den Bus. Es blieb trotz einiger Aufdringlichkeiten älterer Herren gegenüber jungen Frauen mit Regenbogenflagge friedlich.

Von S. Lohse

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