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Lokales 150 Dreck-Weg-Probleme im Monat
Dresden Lokales 150 Dreck-Weg-Probleme im Monat
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08:32 21.09.2018
Nach sechs Tagen entfernt: Schmiererei an der 25. Oberschule in Striesen. Quelle: Steffen Kaden
Dresden

„Geht doch!“, meint der CDU-Stadtrat Steffen Kaden. Vor wenigen Tagen entdeckte er Schmierereien an der Hauswand der 25. Oberschule auf der Pohlandstraße in Striesen. „Antifa“ und „ACAB“ hatten Schmierfinken an die Fassade gesprüht. „Mich ärgert dieser Vandalismus maßlos“ gesteht Kaden. Er zückte sein Mobiltelefon und meldete der Verwaltung die Verschmutzung über die Bürger App mit der Funktion „Dreck weg“. Sechs Tage später beseitigte eine Fachfirma die Schmiererei. „Ein ordentliches Tempo“, lobt Kade.

Die „Dreck-Weg“-Funktion der BürgerApp wird nach Auskunft des Ordnungsamtes von den Dresdnern rege genutzt. 150 Meldungen pro Monat seien in diesem Jahr über diesen Informationskanal eingegangen. An erster Stelle der Probleme würden mit 275 Meldungen illegale Müllablagerungen liegen, gefolgt von verschmutzten Straßen mit 253 Meldungen. In 92 Prozent der Fälle sei das Ordnungsamt aktiv geworden und habe das gemeldete Problem behoben, so das Ordnungsamt.

Der Zeitraum zwischen Meldung und Behebung betrage in der Regel drei Arbeitstage. „Auf Grund gesetzlicher Fristen, Einholung weiterer Unterlagen oder einfach bei Problemen größeren Umfangs kann es aber auch einmal länger dauern“, so die Auskunft des Ordnungsamtes.

Das städtische Straßen- und Tiefbauamt registriert eine deutlich steigende Zahl an Graffitischmiererein in den vergangenen Jahren. 2014 wurden noch 87 Fälle gezählt, 2015 waren es 98 Fälle, 2016 118 Fälle und im vergangenen Jahr 107 Fälle. In diesem Jahr wurden bis zum September 74 Fälle gezählt. Für die Beseitigung von Schmierereien gab das Amt im vergangenen Jahr 56 000 Euro aus, dieses Jahr wurden schon 50 000 Euro dafür gezahlt.

Das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung hat im vergangenen Jahr rund 10 000 Euro für die Beseitigung von Schmierereien bezahlen müssen. Besonders leerstehende Einrichtungen wie das Sachsenbad oder das ehemalige Theater Junge Generation in Cotta seien häufig von Vandalismus betroffen. Unter anderem seien Graffiti mit asylfeindlichen Texten registriert worden, aber auch Einbrüche mit Beschädigungen wie aufgebrochene Zugänge oder zerstörte Befriedungen.

Das Amt reagiere mit regelmäßigen Kontrollen der Grundstücke und dem unverzüglichen Wiederherstellen der Sicherheit der Gebäude auf die Vorfälle. Bei Graffitischäden würden Schriftzüge mit verfassungsfeindlichem Inhalt sofort entfernt, so der Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften. Eine Statistik über die politische Ausrichtung der Schmierereien werde nicht geführt. Lediglich die Hakenkreuzschmierereien würden vermerkt. 2015 waren es sechs Fälle, 2016 acht Fälle und im vergangenen Jahr sechs Fälle. In diesem Jahr wurden bis September drei Schmierereien mit dem faschistischen Symbol registriert.

Der Kriminalpräventive Rat der Landeshauptstadt bemüht sich seit Jahren, illegale Graffiti zu bekämpfen, aber gleichzeitig als Alternative dazu legale Flächen anzubieten und präventive Angebote zu unterstützen. So gibt es sechs legale Flächen im Stadtgebiet, wo sich Sprayer legal ausleben können – an der Flutrinne, am Kulturhaus Scheune, am Skaterpark Marienberger Straße/Altenberger Straße, am Jugendhaus Spike, am Jugendhaus Game und im Graffitipark Puschkinplatz.

Dresden war die erste sächsische Stadt, die die Dreck-Weg-App eingeführt hatte. Seit 2013 können die Bürger mit Smartphone oder Tabletcomputer verwahrloste Grundstücke, überquellende Abfalltonnen oder illegale Graffiti melden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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