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15 Jahre Jahrhundertflut in Dresden

Rückblick auf das Jahr 2002 15 Jahre Jahrhundertflut in Dresden

In die sächsischen Geschichtsbücher geht es mit Sicherheit ein. Am 17. August 2002 zwischen 6 und 8 Uhr erreichte die Elbe am Pegel Dresden einen Wasserstand von 9,40 Meter – der höchste jemals gemessene Wasserstand im Stadtgebiet.

Am 17. August 2002 zwischen 6 und 8 Uhr erreichte die Elbe am Pegel Dresden einen Wasserstand von 9,40 Meter

Quelle: Archiv/Michael Kappeler/ddp

Dresden. In die sächsischen Geschichtsbücher geht es mit Sicherheit ein. Beim Jahrhunderthochwasser im Sommer 2002 erlebte Sachsen eine Katastrophe größeren Ausmaßes. Der Schaden allein im Freistaat wurde auf sechs Milliarden Euro beziffert. Am 17. August 2002 zwischen 6 und 8 Uhr erreichte die Elbe am Pegel Dresden einen Wasserstand von 9,40 Meter – der höchste jemals gemessene Wasserstand im Stadtgebiet. Die großen Hochwasser des 19. Jahrhunderts im Jahr 1845 und 1890 waren längst vergessen. Auch die Hochwasser der Jahre 1940 und 1941, als die Elbe letztmalig die 7-Meter-Marke überschritten hatte, waren aus dem Bewusstsein verschwunden. Mehr als ein halbes Jahrhundert war die Landeshauptstadt von einem schwerwiegenden Elbe-Hochwasser verschont geblieben. Keiner der Verantwortlichen in Stadt und Land hatte 2002 praktische Erfahrungen in der Hochwasserabwehr bei solch einem Extremereignis. So verursachte das Hochwasser vor 15 Jahren allein in Dresden Schäden in Höhe von etwa 1,3 Milliarden Euro.

In die sächsischen Geschichtsbücher geht es mit Sicherheit ein. Am 17. August 2002 zwischen 6 und 8 Uhr erreichte die Elbe am Pegel Dresden einen Wasserstand von 9,40 Meter – der höchste jemals gemessene Wasserstand im Stadtgebiet.

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Seit August 2002 wurden in Dresden durch die Landeshauptstadt und den Freistaat Sachsen rund 160 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert, teilte die Stadtverwaltung jetzt mit. Am 12. August 2010 beschloss der Stadtrat den Plan Hochwasservorsorge Dresden, der zahlreiche baulich-technische Maßnahmen enthält, die schrittweise realisiert werden. Aber auch die Informationsvorsorge zur Stärkung des Risikobewusstseins möglicher Betroffener wurde wesentlich verbessert. So betrage zum Beispiel die Vorwarnzeit bei Elbe-Hochwasser mittlerweile 48 bis 60 Stunden.

Beim Elbe-Hochwasser im Juni 2013 – mit 8,78 Metern der zweithöchste Scheitelwasserstand am Pegel Dresden seit Beobachtungsbeginn – war die Landeshauptstadt bereits besser vorbereitet. Die Innenstadt sowie die Stadtteile Kaditz und Mickten waren durch Mauern und mobile Systeme, zum Beispiel die Flutschutztore an der Weißeritzstraße und am Ostra-Ufer, geschützt. Das Flussbett der Weißeritz war teilweise ausgebaut und bestand eine erste Bewährungsprobe. Zahlreiche städtische Gewässer waren ebenfalls in einem sehr guten Ausbauzustand und zugleich ökologisch aufgewertet worden.

Entscheidend für die Verbesserung des Hochwasserschutzes im Dresdner Stadtgebiet waren aber ebenso die enormen Investitionen der Stadtentwässerung Dresden GmbH. So errichtete das Unternehmen beispielsweise mehrere Hochwasser-Pumpwerke und sanierte den Altstädter Abfangkanal, um die Funktionsfähigkeit des Abwassersystems insbesondere bei Elbe-Hochwasser zu sichern.
Auch wenn ein im Vergleich zu 2002 beeindruckender Fortschritt in der Hochwasservorsorge erreicht worden sei, könnten nicht alle Risiken restlos beseitigt werden, besonders in Bezug auf seltene Ereignisse. Deshalb bleibe es wichtig, in der gesamten öffentlichen Planung, aber auch in der privaten Vorsorge, die Hochwasserbelange umfassend zu berücksichtigen. Nur so könnten mögliche Schäden vermieden oder verringert werden. Es sei ohnehin eine Generationenaufgabe, dass die gesamte Stadtgesellschaft ein fundiertes Risikobewusstsein entwickele und wachhalte – verbunden mit einer angemessenen Akzeptanz unvermeidbarer Hochwasserrisiken.

I. Pleil

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