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Lokales 13. Februar in Dresden: 2500 Teilnehmer bei Mahngang Täterspuren
Dresden Lokales 13. Februar in Dresden: 2500 Teilnehmer bei Mahngang Täterspuren
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23:30 09.09.2015
Über 1000 Teilnehmer haben sich am Montag am Mahngang des Bündnisses Nazifrei beteiligt. Quelle: Dominik Brüggemann
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Ausgehend vom Comeniusplatz liefen die Teilnehmer, darunter die Vorsitzende der Partei die Linken Gesine Lötzsch, zu neun Erinnerungsorten in Dresden, an denen Täter des Nationalsozialismus in Dresden ansässig waren.

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Zu den Stationen gehörten unter anderem die wiederaufgebaute Synagoge, die 1938 während der Reichspogromnacht zerstört wurde. Der vom Bündnis „Dresden-Nazifrei" initiierte Rundgang soll die Spuren des Nationalsozialismus aufzeigen. So wurden unter anderem Orte der Zwangsarbeit, Rüstungsproduktion und das ehemalige Gefängnis an der Schießgasse aufgesucht.

Nach dem die Polizei die Teilnehmerzahlen zunächst auf rund 1000 geschätzt hatte, gingen das Bündis Nazifrei und die Beamten nach Abschluss des Rundgangs von rund 2500 Beteiligten aus. "Wir sind komplett überrascht worden und schwer beeindruckt", teilte Bündnis-Sprecher Christian Thiele gegenüber DNN-Online mit. Zwischenzeitlich hatten sich einige Teilnehmer von dem Runggang vorläufig verabschiedet. "Die wollten vermutlich pünklich zur Demo gegen die Nazis kommen", schätzte Thiele ein.

Gesine Lötzsch sieht im Kampf gegen rechtsextreme Gesinnung auch das bürgerliche Lager in der Pflicht. „Es gibt häufig Aufrufe, einen Aufstand der Anständigen zu machen und die Zuständigen fehlen. Ich hoffe, dass heute auch die Zuständigen dabei sind", sagte Lötzsch am Montag in Dresden der Nachrichtenagentur dpa. Zugleich kritisierte Lötzsch die sächsische Justiz wegen ihrer Ermittlungen gegen Teilnehmer an friedlichen Proteste. „Im Augenblick sehe ich die sächsische Justiz sehr kritisch." Auf deren Antrag hin sei am vergangenen Freitag im Bundestag die Immunität von Bundesgeschäftsführerin Caren Lay und des sächsischen Linken-Politikers Michael Leutert aufgehoben worden. Das dies so kurz vor dem 13. Februar geschah, sei eine Ermutigung für Neonazis. „Das kann ich nicht akzeptieren. Das ist kein Zufall", erklärte Lötzsch.

dbr/dpa

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