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Lokales 12 neue Tuberkulose-Fälle an Hoga-Schule in Dresden
Dresden Lokales 12 neue Tuberkulose-Fälle an Hoga-Schule in Dresden
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09:20 08.12.2017
Insgesamt 16 Tuberkulose-Fälle sind an der Hoga-Schule in Dresden aufgetreten – Der Massentest an den Schülern dauert an.  Quelle: D.Flechtner
Dresden

 Mindestens 12 weitere Schüler der Hoga-Schule in Dresden haben sich mit Tuberkulose (Tbc) infiziert. Das geht aus den ersten Testergebnissen des noch laufenden Massentests auf die Lungenkrankheit an Hoga-Schülern hervor. Aktuell wurde bis jetzt 200 Schülern Blut abgenommen. Die ersten 82 Blutproben wurden labortechnisch ausgewertet, in 12 Proben befand sich das Tbc-Bakterium.

Die positiven Testergebnisse würden nicht aussagen, dass die betroffenen Personen an Tuberkulose erkrankt sind, erklärt der Leiter des Dresdner Gesundheitsamts und Amtsarzt Jens Heimann. „Es sagt lediglich aus, dass sie Kontakt zu ansteckungsfähigen Personen hatten und der Erreger übertragen wurde. Ob jemand, der mit dem Tuberkulose-Bakterium infiziert ist, tatsächlich erkrankt hängt von verschiedenen Faktoren ab“. In der Mitteilung des Gesundheitsamts heißt es am Donnerstag, dass die Lungen der positiv getesteten Kinder nun am Uniklinikum mit Röntgenaufnahmen weiter untersucht werden, um festzustellen ob bei den Schülern eine Erkrankung vorliegt.

Die Hoga-Schule und das Gesundheitsministerium werden den Tuberkulose-Test von ursprünglich 520 Kinder auf alle 900 Schüler der Hoga-Schule am Zamenweg ausweiten. Am Montag wurden alle 90 Lehrer und Betreuer der Schule getestet. Seit Dienstag laufen die Tests an den Schülern, wobei Mitarbeiter des Gesundheitsamts täglich 120 Schüler untersuchen. Ab Freitag wird das Gesundheitsamt mit vier statt mit drei Teams vor Ort sein. Nächste Woche soll noch ein weiteres Untersuchungsteam dazukommen. Parallel bemüht sich das Gesundheitsamt um ein weiteres Labor, um die Auswertung der Proben zu beschleunigen. Der Massentest wird noch bis Mitte nächster Woche dauern. „Die Ergebnisse werden zum Anfang der darauffolgenden Woche vorliegen“, teilt das Gesundheitsamt mit.

 Das Blut wird mit dem sogenannten IGRA-Verfahren kontrolliert. Als Reaktion auf den Krankheitserreger bildet der menschliche Körper den Stoff Interferon-Gamma, der sich im Labor nachweisen lässt. Ist eine Person an Tuberkulose erkrankt, muss sie über mindestens sechs Monate mit verschiedenen Medikamenten behandelt werden. Infizierten Personen, bei denen die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist, wird geraten bestimmte Medikamente zur Prävention einzunehmen.

Im September erkrankte ein Lehrer der Hoga-Schule an einer ansteckenden Form der Tuberkulose. Im Rahmen einer ersten Umgebungsuntersuchung stellte sich heraus, dass sich drei Schüler angesteckt hatten. Bei einem Schüler wurde die sogenannte „offene“ Tuberkulose diagnostiziert, die ansteckend ist. Daraufhin wurden die Tbc-Tests an der Schule ausgeweitet.

Von Tomke Giedigkeit

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