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Lokales 1,5 Millionen Menschen auf Zeitreise - Jubiläum in Dresden-Panometer
Dresden Lokales 1,5 Millionen Menschen auf Zeitreise - Jubiläum in Dresden-Panometer
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11:42 05.12.2016
Visuelle Zeitreisen und Ausflüge in ferne Welten - die 360 Grad-Panoramen des Künstlers Yadegar Asisi sind Besuchermagnete. Quelle: C. Fritzsche (Archiv)
Dresden

Visuelle Zeitreisen und Ausflüge in ferne Welten - die 360 Grad-Panoramen des Künstlers Yadegar Asisi sind Besuchermagnete. Seit 2006 ließen sich allein im Dresdner Panometer rund 1,5 Millionen Menschen verführen, zu Ausflügen ins 18. Jahrhundert oder die Antike. „Mit den Panoramen habe ich für mich die ideale Sprache gefunden, um mich auszudrücken“, sagt der 61-Jährige Asisi, der in Wien geboren wurde, in Halle und Leipzig aufwuchs und in Dresden studierte. „Der Grundstein von vielem, was ich heute bin, wurde hier gelegt.“

Seit Jahren bespielt Asisi zwei Industriedenkmäler in beiden sächsischen Großstädten. Das barocke Dresden, der Mount Everest oder die Völkerschlacht machten Asisi und seine Idee überregional bekannt. Mit „Dresden 1756“ zog vor zehn Jahren wieder Leben in den historischen und leerstehenden Gasometer der Elbestadt ein. Seitdem beschäftigt sich der Künstler mit persischen Wurzeln mit ihrer Glanzzeit und der Zerstörung. Bis auf einen kurzen Ausflug in die römische Antike füllt das alte Dresden auf rund 3000 Quadratmetern den Rundbau.

Dort feiern der 61-Jährige und sein Team am kommenden Wochenende (9. bis 11. Dezember) Jubiläum - mit prominenten Gästen und Publikum. Zu den Gratulanten gehören Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD), die Breakdancer The Saxonz, Poetry Slamerin Kaddi Kutz und die Pop-Band Emilys Giant. Bei einer stillen Auktion werden zehn Werke von Asisi und regionalen Künstlern versteigert. Dabei kann auch auf ein Schokoladenmädchen aus Porzellan geboten werden.

Für das erste, in der Art der Canaletto-Veduten geschaffene „Dresden 1756“ hatte Asisi in Archiven und Bibliotheken den Mythen der Barockstadt nachgespürt. Lichteffekte und Geräusche machen die Residenz des legendären sächsischen Kurfürsten August der Starke (1670-1733) erlebbar - aus luftiger Höhe vom Turm der Kathedrale. 2011 dann konnten Besucher mit den Augen durch das Rom der Spätantike wandeln. 2012 dann kehrte das barocke Dresden zurück - überarbeitet. Vor allem Touristen nutzen die Möglichkeit der Zeitreise ins Augusteische Zeitalter.

Seit 2015 wird die Schönheit und Pracht jeweils im Frühjahr für ein paar Monate zerstört - wie im Februar 1945. Dann präsentiert sich zu Füßen der Besucher auf dem 15 Meter hohen Aussichtsturm das Meer aus Trümmern und Ruinen, das die Altstadt nach den Luftangriffen vom 13./14. Februar 1945 war. Während so das alte Dresden alljährlich immer wieder im alten Glanz erstrahlt, wagt Asisi in Leipzig stets Neues. Nach Völkerschlacht und Himalaya ist dort die einzigartige Unterwasserwelt vor Australien präsent. Auch für sein nächstes Leipziger Projekt taucht Asisi ab. Anfang 2017 folgt „Titanic“.

dpa

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