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Lokales 1,5 Millionen Euro für Erhalt von Kulturerbe
Dresden Lokales 1,5 Millionen Euro für Erhalt von Kulturerbe
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14:34 09.12.2015
Weltweite Kontrolle: Dr. Stephan Guttowski hat den Klimasensor "Art Guardian" für die Fraunhofer-Gesellschaft mitentwickelt. Er ermöglicht es, Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Ausstellungsräumen zu regulieren. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Seit 2014 arbeiten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) und die Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) im Rahmen der Forschungsallianz Kulturerbe eng zusammen. Unterstützt werden sie dabei von Anfang an von der Fraunhofer-Gesellschaft. Um Kulturgut zu bewahren und zu schützen, geht diese jetzt noch einen Schritt weiter. Der Vorstand stellt 1,5 Millionen Euro für ein Modellprojekt zur Verfügung, das mit vernetzten Kompetenzen und innovativen Technologien anstehende Restaurierungs- und Konservierungsprobleme bearbeiten soll. 16 Fraunhofer-Institute, darunter drei in Sachsen, beteiligen sich an der Forschung.

So sollen unter anderem beschädigte Handschriften aus dem Mittelalter restauriert werden, die in der SLUB gelagert sind. Bisher war das mit den vorhandenen Mitteln nicht möglich. Die Handschriften waren im Februar 1945 im Tiefkeller des Japanischen Palais zwar vor den Bomben geschützt, nicht aber vor dem Lösch- und Grundwasser. Moderne Digitalisierungs-, Zeichenerkennungs- und Festigungsverfahren sollen nun bei der Restaurierung helfen.

Erste Früchte der Fraunhofer-Forschung wurden gestern im Rahmen der Projektvorstellung bereits präsentiert. Der entwickelte Klimasensor "Art Guardian" ist ein vollautomatisches intelligentes System, das Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Ausstellungsräumen misst und reguliert. Die Daten können dann weltweit verfolgt, Gemälde so vor dem Verfall bewahrt werden. Das ermöglicht die Kontrolle der strengen Anforderungen der präventiven Konservierung von Kunstwerken auch im internationalen Leihverkehr.

Das Projekt umfasst zudem den Umgang mit Schadstoffen und Staub in Ausstellungsräumen und Depots, die Entwicklung einer umfassenden Schadens- und Materialanalyse sowie die Erarbeitung einer Studie zum sozioökonomischen Wert von Kulturerbe. Auch neue Restaurierungsmaterialien für Glas- und Emailobjekte wollen die Forscher entwickeln. Die Ergebnisse des Modellprojekts sollen im Jahr 2018 auf einer Abschlussveranstaltung in Dresden vorgestellt werden.

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