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Zum CSD: Regenbogenfahne flattert am Dresdner Rathaus

Protest Zum CSD: Regenbogenfahne flattert am Dresdner Rathaus

Pünktlich zur CSD-Demo hängt vor dem Dresdner Rathaus eine Regenbogenfahne. Mitglieder der Dresdner Jusos und der Linksjugend enterten am Samstag kurzerhand einen der beiden Fahnenmasten vor der Goldenen Pforte und hissten das Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung.

Pünktlich zur CSD-Demo hängt vor dem Dresdner Rathaus eine Regenbogenfahne.

Quelle: Stephan Lohse

Dresden. Pünktlich zur CSD-Demo hängt vor dem Dresdner Rathaus eine Regenbogenfahne. Mitglieder der Dresdner Jusos und der Linksjugend enterten am Samstag kurzerhand einen der beiden Fahnenmasten vor der Goldenen Pforte und hissten das Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung.

Eigentlich darf die Fahne an dieser Stelle nicht hängen. Die Stadtverwaltung beruft sich auf die Flaggenverordnung, eine Verwaltungsvorschrift, die die Beflaggung der Dienstgebäude im Freistaat Sachsen regelt. Für den CSD als örtliche, nichtpolitische Veranstaltung, könne man da keine Ausnahme machen. Dresden hisst die Regenbogenfahne stattdessen auf der Hauptstraße und vor der Semperoper. Auch die Masten am Kulturpalast seien denkbar, wenn diese fertig sind, hatte Oberbürgermeister Dirk Hilbert(FDP) im Vorfeld des diesjährigen CSD mitgeteilt. Andere Städte gehen mit der Verordnung deutlich entspannter vor. Leipzig und Pirna beispielsweise hissen zum CSD längst die Regenbogenfahne vor dem Rathaus.

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Pünktlich zur CSD-Demo hängt vor dem Dresdner Rathaus eine Regenbogenfahne. Mitglieder der Dresdner Jusos und der Linksjugend enterten am Samstag kurzerhand einen der beiden Fahnenmasten vor der Goldenen Pforte und hissten das Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung.

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„Dresden soll endlich Farbe bekennen für die Vielfalt von Lebens- und Liebensweisen. In anderen Städten ist es selbstverständlich, Regenbogenfahnen vor wichtigen Gebäuden zu hissen - Dresden tickt da leider anders. Gerade hier, wo rassistische und homophobe Äußerungen und Taten in Teilen der Gesellschaft salonfähig werden, erwarten wir eine sichtbare Haltung der Stadt“, teilte die Dresdner Juso-Vorsitzende Sophie Koch im Anschluss an die Aktion mit.

„Es ist ein Armutszeugnis für den deutschlandweit einzigen liberalen Oberbürgermeister einer Großstadt, nicht klar Flagge für eine tolerante Stadtgesellschaft zu zeigen. Für jemandem, der noch vor zwei Jahren auf dem CSD zum Wahlkampf sein Konterfei präsentierte und ‚gleiche Rechte für vielfältige Familienformen‘ forderte, sollte es das mindeste sein, am Rathaus die Regenbogenflagge zu hissen“, ergänzt der Jugendpolitische Sprecher der Linksjugend Dresden, Christopher Colditz.

Von S. Lohse

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