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Teddyärzte und Kinder am OP-Tisch im Dresdner Universitätsklinikum

Aktionstage Teddyärzte und Kinder am OP-Tisch im Dresdner Universitätsklinikum

Zwischen dem 11. und 13. April haben sich rund 200 Dresdner Medizinstudenten im Universitätsklinikum in Teddyärzte verwandelt, um Plüschtiere von über 1100 Kindergartenkindern zu behandeln.

Das Projekt von Medizinstudenten will Kindern die Angst vorm Krankenhaus nehmen
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Zwischen dem 11. und 13. April haben sich rund 200 Dresdner Medizinstudenten im Universitätsklinikum in Teddyärzte verwandelt, um Plüschtiere von über 1100 Kindergartenkindern aus mehr als 50 Einrichtungen zu behandeln. Das Ziel des jährlich stattfindenden Projekts ist es, Kindern auf spielerische Art die Angst vor Ärzten, Zahnmedizinern und dem Krankenhaus zu nehmen.

 „Die Kinder nehmen die Beobachterrolle ein und können, während sie sich um ihre „kranken“ Kuscheltiere kümmern, ihre eigene Angst abbauen“ fasst Studentin Sophie Breuer Studienergebnisse zusammen. Die angehende Ärztin ist bereits zum dritten Mal dabei und nutzt das Projekt auch um Praxis im Umgang mit jungen Patienten zu sammeln.

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Zwischen dem 11. und 13. April haben sich rund 200 Dresdner Medizinstudenten im Universitätsklinikum in Teddyärzte verwandelt, um Plüschtiere von über 1100 Kindergartenkindern zu behandeln. Das Ziel des jährlich stattfindenden Projekts ist es, Kindern auf spielerische Art die Angst vor Ärzten, Zahnmedizinern und dem Krankenhaus zu nehmen.

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Im Operationssaal liegt Teddy Kunibert auf dem OP-Tisch. Die Kinder des Regenbogen Kindergarten geben ihm die Narkosespritze und setzen dem Bären eine Atemmaske auf. Zusammen mit der angehenden Ärztin Nadja Demitrowitz „schneiden“ die Kinder den Teddy auf, um zu gucken was ihm fehlt. Kunibert ist eine Spezialanfertigung mit roten Reißverschlüssen, hinter denen sich Organe und Knochen befinden. Die rund 15 Mädchen und Jungen zwischen vier und sechs Jahren lernen so die menschliche Anatomie kennen. Teddy Kunibert hatte Glück. Nur das Schienbein ist gebrochen.

Nachdem der große Stoffbär der Uniklinik versorgt ist, sind die Patienten der Kinder an der Reihe. Der Plüschaffe von Tim (6) hat einen gebrochenen Arm und ein gebrochenes Herz. Die Studentinnen legen einen Verband an und verordnen dem Affen für das gebrochene Herz eine ausgiebige Knuddeltherapie.

Neben dem OP-Saal haben die Studenten der medizinischen Fakultät eine Zahnarztpraxis, ein humanmedizinisches Behandlungszimmer und eine Apotheke improvisiert. Dort haben die jungen Mediziner auch abgefallene Augen und Ohren von Panda, Orka und co wieder angenäht. Draußen hat das Deutsche Rote Kreuz einen Rettungswagen bereitgestellt, der von den neugierigen Kindern inspiziert wird.

Zahlreiche Sponsoren unterstützen das studentische Projekt, das dieses Jahr bereits zum 14. Mal stattfand. Die Kindergärtnerin Angelika Hartung ist mit ihrer Gruppe aus dem Striesener Entdeckerland schon seit Jahren regelmäßig dabei und lobt die Organisation der Veranstaltung. Ihre Schützlinge werden im Wartezimmer durch die Maltherapie und die Medi-Clowns des Klinikums betreut. Auch Breuer zeigt sich sehr zufrieden mit den drei Veranstaltungstagen und freut sich schon auf das gemeinsame Abschlussgrillen der Dresdner Teddyärzte.

Von Tomke Giedigkeit

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