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Dresdner Hechtfest präsentiert sich als kleine feine BRN-Alternative

Stadtteil-Party Dresdner Hechtfest präsentiert sich als kleine feine BRN-Alternative

Tausende Besucher haben zusammen mit den Anwohnern des Dresdner Hechtviertels ein ausgelassenes Hechtfest gefeiert. Noch bis Sonntagabend geht es mit viel Musik, fantasievoll dekorierten Höfen und jeder Menge kleiner und großer Aktionen hoch her.

Tausende Besucher haben zusammen mit den Anwohnern des Dresdner Hechtviertels ein ausgelassenes Hechtfest gefeiert.

Quelle: sl

Dresden. Tausende Besucher haben zusammen mit den Anwohnern des Dresdner Hechtviertels ein ausgelassenes Hechtfest gefeiert. Noch bis Sonntagabend geht es mit viel Musik, fantasievoll dekorierten Höfen und jeder Menge kleiner und großer Aktionen hoch her. Dabei zeigte das Viertel seinen Charme und das Fest, warum es inzwischen die schönere Alternative zur BRN sein kann.

Denn im kleinen Hecht funktioniert vieles noch, was auf der BRN längst von Masse und Kommerz erdrückt wurde. Die Zahl der Bierwagen ist überschaubar, genauso wie die Zahl der Verkäufer-Stände. Es wummert nicht aus jeder Ecke laut, stattdessen gibt es viel Platz für Anwohner, die Tische und Stühle auf die Straße stellen, und die Fest-Besucher an sich vorbei ziehen lassen.

Bis zum Sonntag feiern die Bewohner des Quartiers zwischen Bischofsplatz und Stauffenbergallee sich und ihr Viertel. Das Hechtfest soll auch 2017 Tausende Besucher anlocken.

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„So wie hier, so war früher auch die BRN“, sagt Anwohner Thomas. Vor fünf Jahren ist er von der Neustadt in den Hecht gezogen, berichtet er und genießt das Fest auf seinem Klappstuhl am Rand der Rudolf-Leonhard-Straße. „Gott sei Dank ist es hier noch nicht so voll“, meint er. Das Hechtfest sei für ihn die ideale Mischung entspannter Menschen mit guter Laune, ohne Alkoholexzesse und Partytouristen.

Die kommen am Abend natürlich trotzdem, nahezu jede Bahn wirft Dutzende Besucher aus, die in den Hecht drängen. Trotzdem bleibt noch Platz auf den Straßen. Für den haben die Veranstalter gesorgt, indem sie vor allem Erlenstraße und Fichtenstraße für Anwohner-Aktionen reserviert haben. So wird hier bis zum Einbruch der Dunkelheit getrödelt und gespielt, danach ist Platz für mehr Beine. Mit der Theaterruine St. Pauli bleibt trotzdem eine stille Oase.

Wer es lauter will, der ist an den Bühnen goldrichtig. Hier wird ab dem Nachmittag getanzt und gefeiert, irgendwo spielt immer eine Band. Und wer an den Bühnen nicht findig wird, der verirrt sich in einen der Hinterhöfe, die von den Anwohnern mit viel Aufwand gestaltet wurden. Der Wettbewerb um den dekorativsten Hof dürfte auch 2017 spannend werden.

Ob Märchenlesung im Blumenladen, Tischtennis im Hinterhof oder ein Computerspiel am Seilzug auf dem Kinderspielplatz: Die Hechtbewohner lassen sich für ihre Feier immer wieder Neues einfallen. Nur eine Tradition musste beendet werden: 2017 findet das Fest erstmals ohne Wasserschlacht statt. Nach Verletzungen in den Vorjahren entschlossen sich die Macher schweren Herzens zur Absage. Stattdessen gingen in diesem Jahr die Kinder des Viertels zum Festbeginn auf die Suche nach dem sagenumwobenen „Hechtsee“ – vielleicht ein böses Omen – sorgte Petrus doch am späten Samstagabend dafür, dass aus den Straßen selbst ein Hechtsee wurde.

Von S. Lohse

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