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Dresdner Ausstellung beschäftigt sich mit Serienkillern

Museum of Madness Dresdner Ausstellung beschäftigt sich mit Serienkillern

Museum of Madness heißt es noch bis zum Samstagabend im Dresdner Studentenclub „Gag18“ an der Fritz-Löffler-Straße. Einen Tag lang zeigen dort zwei junge Männer höchst ungewöhnliche Stücke: Sie beschäftigen sich mit Serienmördern.

Museum of Madness heißt es noch bis zum Samstagabend im Dresdner Studentenclub „Gag18“ an der Fritz-Löffler-Straße.
 

Quelle: Stephan Lohse

Dresden.  Museum of Madness heißt es noch bis zum Samstagabend im Dresdner Studentenclub „Gag18“ an der Fritz-Löffler-Straße. Einen Tag lang zeigen dort zwei junge Männer höchst ungewöhnliche Stücke: Sie beschäftigen sich mit Serienmördern.

Tony Meurer aus Dresden und sein Partner Michael aus Hamburg betreiben jeweils Facebook-Seiten zu dem Thema. So lernten sich beide kennen und beschlossen schließlich, gemeinsam ihre Schaustücke auszustellen. Bei Meurer war es die Psychologie, die ihn zum Thema brachte. Nach einem Treffen mit der bekannten Kriminalpsychologin Lydia Benecke entdeckte er sein Faible für Serienkiller. Bei Michael war es die Vorliebe für Düsteres allgemein. „Ich war schon immer anders“, meint er. Nach einem Film über Serienkiller informierte er sich näher. Seit 2013 sammelt er.

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Museum of Madness heißt es noch bis zum Samstagabend im Dresdner Studentenclub „Gag18“ an der Fritz-Löffler-Straße. Einen Tag lang zeigen dort zwei junge Männer höchst ungewöhnliche Stücke: Sie beschäftigen sich mit Serienmördern.

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Das erste Stücke war ein Gemälde, erinnert er sich, eine Gerichtsraumzeichnung von Ted Bundy. Nach und nach wuchs die Sammlung. Zusammen mit Meurer verfügen beide inzwischen über die wohl größte Sammlung zu dem Thema außerhalb der USA. Vielleicht habe nur das FBI, die amerikanische Bundespolizei selbst, eine noch umfangreiche Sammlung, glaubt Meurer. Prunkstück ihrer Ausstellung ist ein Schlafanzug, den die siebenfache Mörderin Aileen Wuornos im Todestrakt in Florida bis zu ihrer Hinrichtung im Jahr 2002 trug. Die Echtheit bestätigt ein Zertifikat. Sammeln lässt sich zu dem Thema alles Mögliche. So berichtet Michael, dass zeitweise sogar ein Brief von Aileen Wuornos 400 Dollar gekostet habe.

Beide legen viel Wert darauf, die Mörder und ihre Taten nicht zu glorifizieren. Zudem ist ein Teil der Schau nur für Erwachsene zu sehen. „Wir verherrlichen die Taten nicht, wollen aber zeigen: Das ist der Abgrund der Menschheit“, erklärt Tony Meurer. Die eintägige Ausstellung ist für beide ein Testlauf. Finden sie genug Besucher, wollen sie künftig auch in anderen Städten ausstellen. 100 Besucher seien das Ziel, erklären die beiden Macher. Die ersten 20 kamen innerhalb der ersten Stunde.

Von sl

Dresden, Fritz-Löffler-Straße 16 51.0359 13.731584
Dresden, Fritz-Löffler-Straße 16
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Museum of Madness in Dresden
Aileen Wuornos (1956-2002) tötete in den USA mindestens sechs Männer. Im Florida State Prison trug sie bis zu ihrer Hinrichtung dieses Nachtgewand.

Das Nachthemd, das die siebenfache Mörderin Aileen Wuornos im Todestrakt in Florida bis zu ihrer Hinrichtung im Jahr 2002 trug, wird in einem Privathaus in Hamburg aufbewahrt. Am 15. Juli ist es zusammen mit einigen anderen Gegenständen, die in Verbindung zu Serienkillern stehen, in Dresden in einer Ausstellung zu sehen.

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