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Der Dresdner Künstler Andreas Schildhauer fertigt im Alleingang "GlasPerlenSterne"

Ein-Mann-Team Der Dresdner Künstler Andreas Schildhauer fertigt im Alleingang "GlasPerlenSterne"

Eigentlich erscheint die Idee ganz simpel: Glasperlen und ein Teelicht - fertig ist eine außergewöhnlich reflektierende Lichtquelle. Aber die Idee hatte niemand, bis Andreas Schildhauer eher zufällig auf diese Kombination stieß.

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Akribie spielt bei Andreas Schildhauer und seinen funkelnden Sternen eine besondere Rolle.

Quelle: Norbert Neumann

Dresden. Eigentlich erscheint die Idee ganz simpel: Glasperlen und ein Teelicht - fertig ist eine außergewöhnlich reflektierende Lichtquelle. Aber die Idee hatte niemand, bis Andreas Schildhauer eher zufällig auf diese Kombination stieß. "Es hat mich selbst gewundert, dass es das noch nicht gab", sagt der 47-Jährige heute. Eigentlich arbeitete der Dresdner, der Angewandte Kunst in Schneeberg studiert hat, an farbtheoretischen Untersuchungen. Dabei beobachtete er die Lichtbrechung an Glaskugeln und erkannte das ästhetische Potential. Nach umfangreichen Untersuchungen, Materialtests und der Entwicklung einer geeigneten Herstellungstechnik entstand 2013 der erste Dresdner "GlasPerlenStern".

Jeder Stern hat eine Grundlage aus Porzellan, deren Form und Beschaffenheit der Dresdner gemeinsam mit der Porzellan GmbH in Freiberg erarbeitet. Darauf werden Glaskugeln aus Böhmen angeordnet, die - von dem in der Mitte stehenden Teelicht angestrahlt - funkelnde Lichtreflexe zaubern. Die Aufbringung der Kugeln ist Maßarbeit. Denn: Schon feinste Einschlüsse im Glas beeinflussen das projizierte Lichtbild. Deshalb wird jeder Stern aufwendig justiert und getestet. Für bestimmte Sterne lässt Schildhauer sogar eigene Glasvarianten in Böhmen fertigen.

Die Akribie von Andreas Schildhauer zahlt sich aus. Seine "GlasPerlenSterne" wecken vermehrt das Interesse der Kunden. Deshalb tüftelt der Künstler bereits an neuen Formen und Zusammensetzungen - und das im Alleingang. Hat er neben dieser Tätigkeit 2014 noch weitere Kunstprojekte realisiert - etwa ein Wandrelief an der Bergakademie Freiberg -, konzentrierte er sich in diesem Jahr ganz auf die Stern-Produktion.

Die Weiterentwicklung liegt dem 47-Jährigen dabei besonders am Herzen. "Wenn nur eine Form möglich gewesen wäre, hätte ich das Projekt nicht begonnen", sagt er. Mittlerweile sind seine Entwürfe als Gebrauchsmuster in Deutschland und als internationale Geschmacksmuster beim Patentamt angemeldet. Hilfe bekam der Dresdner dabei von der KMU-Patentaktion des Bundes, das kleine und mittlere Unternehmen bei der erstmaligen Sicherung ihrer Ergebnisse unterstützt und anleitet. Die Variationsmöglichkeiten jedenfalls sind noch nicht ausgeschöpft, da ist sich Schildhauer sicher. Eine Vergrößerung des Ein-Mann-Teams ist deshalb bereits angedacht. "Mein Ziel wäre eine kleine Manufaktur", so der Künstler.

Erhältlich sind die funkelnden Sterne bei den "Sächsischen Heimatwerken" in Dresden-Bannewitz, bei der "Geschenkewelt Weber" in der Schloßstraße, die roten Sterne auch im Grünen Gewölbe, eine Auswahl bei Dresden Souvenirs an der Frauenkirche 19 oder online unter www.glasperlenstern.de. Sie kosten zwischen 39,90 und 49,90 Euro.

Christin Grödel

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