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TU Dresden plant ab Schuljahr 2018/19 eine eigene Versuchsschule

Träger gesucht TU Dresden plant ab Schuljahr 2018/19 eine eigene Versuchsschule

Gelernt und geforscht wird an der Technischen Universität Dresden von jeher. Zu den Studenten und Wissenschaftlern sollen sich jetzt aber auch jüngere kluge Köpfe gesellen – in der regulären Versuchsschule der TU.

Symbolfoto
 

Quelle: dpa

Dresden. Gelernt und geforscht wird an der Technischen Universität (TU) Dresden von jeher. Zu den Studenten und Wissenschaftlern sollen sich jetzt aber auch jüngere kluge Köpfe gesellen – in der regulären Versuchsschule der TU. Geplant ist, dass ab dem Schuljahr 2018/2019 Schüler der 1. bis 6. Klasse die Universitätsschule besuchen.

Schule der Zukunft denken: Das ist das Konzept von Initiatorin Prof. Dr. Anke Langner und ihren Mitstreitern. Eine zweijährige Vorbereitungsphase liegt hinter den Wissenschaftlern. „Wir wollen die gesamte Schulorganisation vom Kopf auf die Füße stellen. Individualisierung ist in allen Branchen möglich, nur bisher in der Schule nicht“, sagt Langner. In der Universitätsschule soll deshalb jeder Schüler entsprechend der spezifischen Entwicklungs- und Lernsituation individuell begleitet werden. Die Schulorganisation soll vom Schüler her ausgebaut werden, nicht andersherum. Diesem Anspruch werden eine Vielzahl von schulischen Elementen, etwa Unterrichtsführung, Zusammensetzung der Lerngruppen oder die Nutzung der Lehr- und Lernmedien, angepasst.

Mehr Lehrer als an anderen Schulen aber wird es auch hier nicht geben. Die Lösung heißt: digitale Unterstützung. Forscher der TU werden die verschiedenen didaktischen und pädagogischen, aber auch medientechnischen und organisatorischen Handlungsweisen mit wissenschaftlichen Methoden langfristig begleiten und deren Wirksamkeit überprüfen. Zudem können Lehramtsstudenten den praktischen Teil ihrer Ausbildung hier absolvieren.

Noch gilt es allerdings eine Hürde zu überspringen – die Frage nach dem Standort und vor allem nach dem Träger. „Möglich wäre ein öffentlicher Träger, also die Kommune, oder eine private Trägerschaft. Da sich die Stadt zu dieser Frage noch nicht verhalten hat, ist sie noch offen“, erklärt Prof. Langner. Die Wissenschaftlerin ist aber zuversichtlich, dass bis zum Sommer eine Lösung des Problems gefunden werden kann. „Dann hätten wir noch ein Jahr Vorbereitungszeit und dann gehts los.“

Am 26. April findet im Gymnasium Bürgerwiese, Gret-Palucca-Straße 1, eine Informationsveranstaltung statt, in der Idee und Konzept der Universitätsschule vorgestellt werden sollen. Von 16 bis 19 Uhr erfahren die Besucher Details zur Einrichtung und haben die Möglichkeit, ausgewählte Charakteristika wie Individualisierung, Digitalisierung und Integration zu diskutieren.

Interessenten melden sich im Internet unter www.tu-dresden.de/gsw/unischule an.

Von Christin Grödel

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