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Rot-Grün-Rot will Gymnasium in Johannstadt vorgründen und Versuchsschule in Seidnitz

Bildung Rot-Grün-Rot will Gymnasium in Johannstadt vorgründen und Versuchsschule in Seidnitz

Wende in der Diskussion um Gymnasiumsvorgründung: Die Stadtverwaltung wollte ein Gymnasium Seidnitz am Berthelsdorfer Weg ab dem Schuljahr 2018 ins Leben rufen. Die Stadtratsmehrheit von Grünen, SPD und Linken hat jetzt andere Pläne.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. Wende in der Diskussion um das von der Stadt geplante Gymnasium Seidnitz: Nach den Plänen der Schulverwaltung sollte das in der sogenannten Planungsregion Linkselbisch Ost (LEO) notwendige Gymnasium im Schulgebäude auf dem Berthelsdorfer Weg zum Schuljahr 2018/19 gegründet werden, das momentan als Auslagerungsstandort bei Bauarbeiten an anderen Schulen dient. Die Verwaltung spricht von einem hohen Defizit an gymnasialen Schulplätzen vor allem in Blasewitz und Striesen. Ein endgültiger Standort soll später gefunden werden. Ob er schon im Schulnetzplanentwurf enthalten sein wird, ist offen. Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) stellte gegenüber DNN das Papier für die zweite Augustwoche in Aussicht, sofern die Freigabe durch den Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) erfolge.

Ende Mai standen die Gymnasiums-Pläne im Bildungsausschuss erstmals auf der Tagesordnung, am Dienstag schlugen SPD, Grüne und Linke bei dem Thema nun eine neue Richtung ein. Sie wollen das LEO-Gymnasium zunächst an der 101. Oberschule in der Johannstadt vorgründen und „Dresden-Ost“ nennen. „Damit kann der Schulstandort aufgewertet werden“, erklärte Dana Frohwieser (SPD) gegenüber DNN. Der Berthelsdorfer Weg liege ohnehin zu nah am entstehenden Schulcampus Tolkewitz, zu dem auch ein Gymnasium gehören wird. Der Schulstandort an der Pfotenhauerstraße, zu dem auch die 102. Grundschule gehört, kämpft derzeit mit Problemen. Die Schüler-Anmeldezahlen an der Oberschule blieben daher unter den Erwartungen.

In einem Positionspapier haben Eltern, Sozialpädagogen, Lehrer und Quartiersmanagement kürzlich auf die Lage aufmerksam gemacht. Die nördliche Johannstadt zähle zu den „Stadtteilen mit der höchsten Interkulturalität in Dresden“. Lage und Struktur würden große Potenziale für die Entwicklung eines interkulturellen Bildungsstandortes bieten. Die „personellen, administrativen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen“ würden den Herausforderungen aber „nicht gerecht“. Daher würden sich Eltern von dem Schulstandort eher zurückziehen. Unter anderem müssten Klassenstärken verringert und Betreuungsschlüssel verbessert werden.

Rot-Grün-Rot will für das Gebiet nun mit der Vorgründung des Gymnasiums einen positiven Impuls setzen. Perspektivisch soll das Gymnasium aber in Prohlis oder wenigstens in Leuben angesiedelt werden, findet Frohwieser. Auf dem Berthelsdorfer Weg will die Stadtratsmehrheit eine “Universitätsschule“ ab 2018/19 mit zunächst zwei Zügen im Grund- und Oberschulbereich in Trägerschaft der Stadt ansiedeln, auf die an der TU Dresden gewartet wird. Die Universität will an der experimentellen Schule neue pädagogische Konzepte erforschen.

Von Ingolf Pleil

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